BHT: Handwerk schreibt an Huber wegen Beschussämtern: Traublinger: Bayerische Büchsenmacher benachteiligt

29. Januar 2007

Zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen für das bayerische Büchsenmacherhandwerk würde der Beschluss der bayerischen Staatsregierung führen, die vom Beschussgesetz geforderte Beschießung von Waffen in Bayern einzustellen und das Beschussamt München völlig aufzulösen. Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL, macht in einem Schreiben an Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber deutlich, dass die Vorstellung, die Beschussämter Suhl und Ulm könnten die Aufgaben mit übernehmen, an der Realität vorbeigehe. Erstens seien die notwendigen Kapazitäten in diesen Ämtern bei weitem nicht vorhanden, um die Nachfrage durch bayerische Hersteller zu befriedigen, und zweitens seien die Wege dorthin teilweise unzumutbar lang.

Die zusätzlichen Anforderungen und Kosten durch die längeren Wege und die verlängerten Bearbeitungszeiten würden für einige Betriebe das Aus bedeuten, erklärt Traublinger in dem Schreiben an Minister Huber. Die Verschlankung der öffentlichen Verwaltung sei grundsätzlich ein richtiges Ziel; sie müsse jedoch mit Augenmaß und unter Beachtung der Folgen für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in den betroffenen Unternehmen durchgeführt werden. Die beste Lösung wäre es deshalb, die Beschussämter München und Mellrichstadt im heutigen Umfang aufrechtzuerhalten. Zumindest müsse gesichert werden, so der BHT-Präsident, dass wenigstens ein Beschussamt in Bayern weiterhin das volle Leistungsspektrum anbietet.

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online seit 29. Jan 2007, aktualisiert am 29. Jan 2007

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