Malerei auf Keramik
Galerie Handwerk
Einladung zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 15. Januar 2009 um 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer
16. Januar bis 14. Februar 2009
Seit über 20 Jahren beginnt die Galerie Handwerk in München ihr Ausstellungsjahr mit einer internationalen Keramikschau. Zunächst waren diese Ausstellungen jeweils einem Land gewidmet, seit 2004 dokumentieren sie ein keramisches Thema.
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| Karin Bablok, DE |
Nach Porzellan, Seladon und Holzbrand möchten wir im Jahr 2009 den Blick auf die "Malerei auf Keramik" richten. Sie ist fast so alt wie die Keramik selbst. Berühmt wurden die klassischen Fayencemalereien, wie sie von den Arabern im Spanien des 12. Jahrhunderts eingeführt wurden, oder die Porzellanmalereien europäischer Manufakturen. Der Aspekt der Malerei war in der westdeutschen Keramik seit Jahrzehnten ins Hintertreffen geraten, obgleich es stets Keramiker gab, die Malerei als wesentliches Stilmittel einsetzten. Mittlerweile ist Keramik, bei der der malerische Ausdruck im Fokus steht, vor allem bei jungen Keramikern wieder im Vormarsch.
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| Juliane Herden, D | Dorothee Pfeiffer, D |
Ein faszinierendes Spektrum von Arbeiten mit unterschiedlichster ästhetischer Wirkung ist zu beobachten - von Malerei auf oder unter der Glasur, Scraffito-Techniken bis zur Engobenmalerei, von figürlichen Motiven bis zu abstrakten Darstellungen.
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| Florentine Kotter, Tina Pause, DEP | Petra Bittl, DE |
Eine Enklave der Malerei auf Keramik war vor der Wende die DDR. Dort hatte sich die klassische Fayence- und Porzellanmalerei erhalten und zeitgemäß weiterentwickelt. Üppige, lebens- und farbenfrohe Keramiken entstanden und man hatte fast den Eindruck, die Keramiker versuchten sich mit ihren Arbeiten den westlichen Luxus und Überfluss ins Land zu holen. Bis heute gehören diese Keramiker zu den Meistern der Malerei auf Keramik und fertigen feinste Fayencen, mit weißer Glasur als Untergrund, auf der sich Blüten, Ranken und Tiere entwickeln, mit feinen Pinseln gemalte Tulpen als Schnauben aus Kannen wölben.
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| Sigrid Hilpert-Artes | Alison Britton, GB | Sigrid Hilpert-Artes |
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| Sandy Brown, GB | Sandy Brown, GB |
Mit gestisch-expressiven, wilden Pinselstrichen, kraftvoll bemalte Gefäße und Teller stammen häufig aus Großbritannien, mediterran und von Lebensfreude zeugend sind die Malereien der französischen Keramiker, wie Kalligraphien gesetzte Pinselstriche vollenden japanische Gefäße. Malerei auf Keramik kann dynamisch, aber auch zart und zurückhaltend, sie kann minimalistisch, klassisch modern, archaisch oder auch naiv sein. Die Malerei kann ein Gefäß, einen Teller oder eine Fliese rhythmisieren, sie kann die Form betonen und unterstreichen oder auch optisch verändern. Wesentlich ist dabei immer, wie sich die Malerei mit der Form zu einem Ganzen verbindet, wie sich die zweidimensionale Malerei mit der dreidimensionalen Form vereint.
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| Marit Tingleff, NO | Felicity Aylieff, GB |
Zur Ausstellung in die Galerie Handwerk wurden 31 KeramikerInnen aus sieben Ländern eingeladen. Deutlich zu Tage treten dabei die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse und Ausprägungen in den einzelnen Ländern, aber auch die Entwicklungen der Malerei auf Keramik in jüngster Zeit. Ein unübersehbares Phänomen sind dabei die vielen Arbeiten für die Wand mit starkem bildhaften Charakter. Es scheint, als möchte man den Platz erobern, der einst ausschließlich dem Bild vorbehalten war.
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| Yuk-Kan Yeung, HK | Phil Eglin, GB | Yuk-Kan Yeung, HK |
Aussteller Pit Arens, DE
Felicity Aylieff, GB
Karin Bablok, DE
Renate Balda, DE
Petra Bittl, DE
Alison Britton, GB
Sandy Brown, GB
Gordon Crosby, GB
Monika Debus, DE
Pierre Dutertre, FR
Phil Eglin, GB
Hans Fischer, DE
Anne Fløche, DK
Louise Gardelle, FR
Michel Gardelle, FR
Jean-Nicolas Gérard, FR
Juliane Herden, DE
Sigrid Hilpert-Artes, DE
Florentine Kotter/Tina Pause, DE
Sonngard Marcks, DE
Hans-Peter Meyer, DE
Isabelle Pammachius, FR
Brigitte Pénicaud, FR
Johannes Peters, DE
Susanne Petzold, DE
Dorothee Pfeifer, DE
Sugimoto Tatsuo, JP
Marit Tingleff, NO
Claude Varlan, FR
Yuk-Kan Yeung, HK
Ursula Zänker, DE
Galerie Handwerk
Max-Joseph-Straße 4
Eingang Ecke Ottostraße
80333 München
Tel.: 089 595584
Fax: 089 595544
www.hwk-muenchen.de/galerie
angela.boeck@hwk-muenchen.de
Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag
10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 20 Uhr
Samstag 10 bis 13 Uhr
Nächste Ausstellungseröffnung
am Dienstag, 3. März 2009
Schmuck aus Padua
Die Galerie Handwerk wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.
Titel: Brigitte Pénicault
Foto: Georges Meguerditchian
Layout: Edda Greif