Bayerisches Handwerk warnt: Mehrwertsteuererhöhung ist Gift für die Konjunktur

8. Juli 2005

Das bayerische Handwerk warnt eindringlich vor der schon fast als selbstverständlich diskutierten Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte oder mehr. Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages Heinrich Traublinger, MdL: "Eine solche Steuererhöhung zu planen, während Handwerk und Handel unter der fatalen Konsumschwäche leiden, ist unverantwortlich und Gift für die Konjunktur!"

Allein die Diskussion verunsichere die Konsumenten zusätzlich und führe mittelfristig zu weiteren massiven Umsatzeinbußen gerade im gewerblichen Mittelstand. Vor allem das konsumnahe Handwerk wäre von dem zusätzlichen Kaufkraftentzug von 16 Milliarden Euro bei einer Erhöhung um zwei Prozentpunkte besonders betroffen.

Traublinger im Vorfeld der Veröffentlichung des Wahlprogramms von CDU/CSU: "Ehe über Steuererhöhungen diskutiert wird, muss ein Gesamtkonzept zum Abbau der Steuer- und Abgabenlast auf den Tisch!" Ferner sollte erwogen werden, arbeitsintensive Dienstleistungen - wie in anderen Ländern - nur mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz zu belegen. Dies würde die Schwarzarbeit zurückdrängen und die Binnennachfrage erheblich beflügeln.

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online seit 08. Jul 2005, aktualisiert am 08. Jul 2005

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