Kürzung der KfW-Mittel für energieeffizientes Bauen

Traublinger: "Intelligentes Sparen angesagt."

Mit Unverständnis reagiert das bayerische Handwerk auf Pläne der Bundesregierung, die Mittel der KfW-Programme Energieeffizient Bauen und Energieeffizient Sanieren im nächsten Jahr erneut gravierend zu kürzen. Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT) Heinrich Traublinger, MdL a. D.: "Damit wird der verhängnisvolle Kurs fortgesetzt, die Baukonjunktur mit der Aufgabe sinnvoller und erfolgreicher Förderinstrumente abzuwürgen. Dabei kann man bereits seit der Abschaffung der Eigenheimzulage erkennen, welcher Schaden damit angerichtet wird."

Traublinger warnt davor, dass die Bundesregierung damit tausende von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Handwerk gefährdet. Viele Bauherren würden sich ohne die Förderung sehr genau überlegen, ob es sich für sie noch lohnt, energetisch zu bauen oder zu sanieren. Wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen mitteilt, sind im vergangenen Jahr 617.000 Wohnungen gefördert worden und jeder Euro öffentliche Förderung habe rund neun Euro an privaten Investitionen nach sich gezogen. Dies müsse man, so Traublinger, auch einmal den Förderungen für den Straßenbau gegenüberstellen, die zwar auch notwendig seien, aber bei weitem keine so positiven Multiplikatoreffekte auf Wachstum und Beschäftigung im Mittelstand hätten.

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online seit 11. Jun 2010, aktualisiert am 11. Jun 2010

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