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Mehrwertsteuer auf arbeitsintensive Dienstleistungen - Traublinger fordert Reduzierung auch für das Handwerk

26. März 2009

Das Bayerische Handwerk fordert, den von der EU erlaubten verminderten Steuersatz auf arbeitsintensive Handwerksbranchen anzuwenden. Die FDP-Bundestagsfraktion hat in einem Bundestagsantrag eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie gefordert. Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D.: "Wir unterstützen diesen Antrag natürlich, zumal wir hinter der Begründung stehen, bestehende Wettbewerbsnachteile in Deutschland sollten aufgehoben und die Rahmenbedingungen insbesondere für kleine und mittlere Betriebe in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise verbessert werden. Wir sehen allerdings nicht ein, dass dies nicht auch für unsere Handwerksbetriebe gelten soll, die die gleichen Wettbewerbsnachteile und die die gleiche Krise zu verkraften haben." Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl Theodor zu Guttenberg und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hatten zur Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse dem Handwerk dankenswerterweise bereits ihre Unterstützung in dieser Frage zugesagt.

Niemand könne schließlich begründen, so Traublinger, warum der Friseur und der Bauhandwerker in Frankreich und in Luxemburg den verminderten Steuersatz ansetzen dürfen und ihre deutschen Kollegen nicht. Eine Mehrwertsteuerreduzierung auf arbeitsintensive Dienstleistungen würde diese Dienstleistungen für den Kunden billiger machen, damit zu mehr Aufträgen für die Handwerksbetriebe und zu einer Reduzierung der Schwarzarbeit führen. Das wiederum würde Arbeits- und Ausbildungsplätze im Handwerk sichern, betont der BHT-Präsident.





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