Handwerk zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz - Traublinger: "Werden Ungleichbehandlung nicht hinnehmen"
31. März 2009
Mit Kritik reagiert das Bayerische Handwerk auf den heutigen Beschluss des bayerischen Kabinetts, im Bundesrat eine Initiative für einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz einzubringen, der lediglich für Hotels und Gaststätten gelten soll. "Warum das Handwerk dabei außen vor bleibt, ist nicht nachzuvollziehen. Unsere Betriebe haben die gleichen Wettbewerbsnachteile und die gleiche Krise zu verkraften wie Hotellerie und Gastronomie. Diese Ungleichbehandlung werden wir nicht hinnehmen", erklärt der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D.
Es sei dringend erforderlich, bestehende Wettbewerbsnachteile in Deutschland aufzuheben und die Rahmenbedingungen insbesondere für kleine und mittlere Betriebe zu verbessern, so der BHT-Präsident. Traublinger: "Der von der EU erlaubte verminderte Steuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen wäre bestens geeignet, dem Handwerk den Rücken zu stärken." Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hatte dem Handwerk erst kürzlich seine Unterstützung in dieser Frage zugesagt.
"Kleine und mittlere Betriebe aller Branchen bleiben das Herzstück der bayerischen Wirtschaft. Deshalb muss der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auch für das Handwerk gelten", fordert der BHT-Präsident. Eine Mehrwertsteuerreduzierung auf arbeitsintensive Dienstleistungen würde diese für den Kunden billiger machen, damit zu mehr Aufträgen für die Handwerksbetriebe und zu einer Reduzierung der Schwarzarbeit führen. Dies wiederum würde dem Staat mehr Steuereinnahmen bescheren und die Sozialkassen füllen, betont Traublinger.
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- Pressemitteilung vom 31. März 2009


