Bayerisches Handwerk zu steigenden Lohnzusatzkosten - Traublinger: "Negativer Effekt für den Binnenmarkt"
22. Dezember 2009
"Eine Erhöhung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung, die Unions- und FDP-Fraktion aktuell diskutieren, wäre für den angespannten Arbeitsmarkt das falsche Signal", kritisiert Heinrich Traublinger, MdL a. D., Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT). Angesichts des befürchteten Anstiegs der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr müssten die Lohnzusatzkosten eher gesenkt als erhöht werden, fordert der BHT-Präsident. Traublinger: "Um Arbeitsplätze zu erhalten, braucht der Binnenmarkt dringend Auftrieb. Höhere Arbeitskosten bewirken aber das genaue Gegenteil." Im Koalitionsvertrag hatten Union und FDP vereinbart, den Gesamtbeitrag zu den Sozialversicherungen unter 40 Prozent zu halten. Dies müsse unbedingt eingehalten werden, so der BHT-Präsident.
Auch wenn die prekäre Haushaltslage der Bundesregierung enge Grenzen setzt, warnt das bayerische Handwerk davor, Arbeit in Deutschland wieder zu verteuern. Traublinger: "Die Politik hat in letzter Zeit Fortschritte bei der Reduzierung der Lohnzusatzkosten gemacht. Wenn man jetzt umschwenkt, ist ein weiterer Anstieg nur eine Frage der Zeit. Die Haushaltslöcher müssen durch Einsparungen, nicht durch Abgabenerhöhungen gestopft werden."
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- Pressemitteilung vom 22. Dezember 2009


