Die Europäische Union
Die EU stellt mit beinahe 500 Millionen Konsumenten den größten Wirtschaftsraum der Welt dar. In diesem Wirtschaftsgebiet ohne Binnengrenzen herrscht, abgesehen von den Übergangsregeln für die zehn neuen Mitgliedsstaaten von 2004 sowie Rumänien und Bulgarien, die 2007 beigetreten sind, grundsätzlich freier Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. Dies erleichtert die Handelsbeziehungen der Mitgliedsländer untereinander.
Investitionen werden erleichtert, die Absatzchancen für Waren und Dienstleistungen erhöht. Andererseits hat sich besonders durch die EU-Erweiterungen 2004 und 2007 und die zunehmende Internationalisierung der Märkte die Konkurrenzsituation für das Handwerk erheblich verschärft. Damit auch das bayerische Handwerk von der EU profitiert, heißt die Devise für die Unternehmen: agieren statt reagieren.
Europäische Unternehmensbefragung im Bereich Messgeräte
Unternehmen, die mit Messgeräten arbeiten, sind gefragt
Sind Sie ein Unternehmen, das Messgeräte herstellt oder importiert? Verwenden oder montieren Sie bei ihrer Arbeit Messgeräte? Dann nehmen Sie die Chance wahr, an der Gestaltung der aktuellen EU-Politik mitzuwirken und beteiligen Sie sich an dieser Befragung!
Um die Zuverlässigkeit von Messgeräten europaweit zu gewährleisten, verabschiedeten der Rat und das Europäische Parlament 2004 eine neue Richtlinie über Messgeräte, die MID 2004/22/EG. Diese teilt die Messgeräte in zehn Kategorien ein und legt deren grundlegenden Anforderungen fest.
Um zu erfahren, ob neben den bereits aufgenommenen zehn Kategorien von Messgeräten weitere in der Richtlinie erfasst werden sollen, führt die EU eine Befragung von kleinen und mittleren Unternehmen verschiedenster Wirtschaftsbereiche durch. Durch die Befragung sollen auch existierende Handelsbarrieren identifiziert werden, um den freien Verkehr von Messgeräten auf dem Binnenmarkt gewährleisten zu können.
Füllen Sie den Fragebogen (als Word-Dokument unten auf dieser Seite) aus und senden ihn bis 25. Juni 2010 an:
Handwerkskammer für München und Oberbayern
Partner im Enterprise Europe Network Bayern
Ansprechpartnerin: Anamaria Schuster
Fax: 089 5119-357
E-Mail: een@hwk-muenchen.de
Europäischer Ombudsmann untersucht Zahlungsverzögerungen durch die EU-Kommission
Der europäische Ombudsmann P. Nikiforos Diamandouros führt aktuell eine öffentliche Konsultation zur Problematik verspäteter Zahlungen durch die Europäische Kommission durch.
Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen (NGO), die bereits Erfahrungen mit Zahlungsverzögerung seitens der EU-Kommission gemacht haben, sind aufgerufen sich mit Ihren Erfahrungsberichten und Anregungen an der Konsultation zu beteiligen.
In den letzten Jahren war der Bürgerbeauftragte immer wieder mit Beschwerden über Verspätungen bei der Zahlung von Leistungen an die förderberechtigten Personen und Institutionen durch die Kommission, befasst. Schätzungen aus dem Jahre 2007 gehen davon aus, dass ca. 20 % der Zahlungen der Kommission verspätet erfolgen.
Im Rahmen dieser öffentlichen Anhörung sollen von den Betroffenen möglichst viele Informationen und Anregungen eingeholt werden, um auf dieser Grundlage Verbesserungsvorschläge und Strategien zur Vermeidung unnötigen Zahlungsverzugs zu entwickeln. Einiges konnte durch den Ombudsmann bereits in dieser Sache bei der Kommission angestoßen werden. Die bisherigen Maßnahmen reichen aber noch nicht aus und so ist der Ombudsmann auf die Mithilfe der Betroffenen angewiesen.
Ziel dieser Aktion ist es allerdings nicht individuelle Fälle zu lösen. Insoweit besteht weiterhin die Möglichkeit Einzelbeschwerden mit Hilfe des elektronischen Formulars auf der Webseite des Ombudsmannes einzureichen.
Beiträge zu dieser öffentlichen Konsultation können bis zum 31 März 2010 in jeder der 23 EU-Amtssprachen eingesandt werden. Weitere Informationen finden Sie unter ombudsman.europa.eu
Ihre Erfahrungen im Binnenmarkt - Meldung an die EU-Kommission
Exportieren Sie Ihre Handwerksleistungen und -produkte im Europäischen Binnenmarkt? Läuft Ihr Auslandsgeschäft immer reibungslos oder sind Sie ab und zu mit Problemen, wie etwa bei der Anerkennung von Berufsqualifikationen, bei der Umsatzsteuerabwicklung oder im Allgemeinen beim Überwinden administrativer Hürden konfrontiert?
Die Handwerkskammer für München und Oberbayern als Partner im EU-Beratungsnetzwerk für KMU „Enterprise Europe Network" hat den kurzen Draht nach Brüssel. Berichten Sie uns aus Ihrem Arbeitsalltag und beteiligen Sie sich somit aktiv an die Politikgestaltung in Europa!
Folgende Instrumente stehen Ihnen hierfür zur Verfügung:
Business Feedback Datenbank
Darin werden die Probleme, die Sie bei Ihren Geschäftsaktivitäten im Europäischen Binnenmarkt überwinden mussten, anonymisiert an die EU-Kommission weitergeleitet. Die Erkenntnisse daraus fließen dann in künftige Gesetzgebungsprozesse. Sprechen Sie uns direkt an oder schicken Sie uns Ihren Fall zu. Bitte verwenden Sie dafür die entsprechende Business Feedback Vorlage - zum Download auf dieser Seite, unten. Ihre Ansprechpartnerin: Anamaria Schuster, Telefon: 089 5119-376 oder een@hwk-muenchen.de
SOLVIT
SOLVIT - das EU-weite Netzwerk, das zum Ziel hat Ihre Probleme im Binnenmarkt so schnell wie möglich zu lösen. Bürger oder Unternehmer können sich kostenfrei an den für Deutschland zuständigen Ansprechpartner beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wenden. Weitere Informationen und die Kontakte finden Sie unter europa.eu
Konsultationen und Unternehmensbefragungen
Wie wirken sich EU-Richtlinien und -Verordnungen auf Ihre Geschäftstätigkeit aus? Was würden geplante EU-Gesetzesvorhaben für Ihr Unternehmen bedeuten? Die EU-Kommission möchte gerne Ihre Meinung hierzu erfahren! In Online-Konsultationen und Unternehmensumfragen können Sie die EU-Kommission darüber informieren. Weitere Informationen unter europa.eu.
Wir beraten Sie gerne! Ihre Ansprechpartnerin: Anamaria Schuster, Telefon: 089 5119-376 oder een@hwk-muenchen.de
