Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

Georg Hoiß Interview
Antworten von Herrn Georg Hoiss,
Absolvent Wirtschaftsinformatiker (HWK) im Juli 2008.
- Welchen Abschluss haben Sie gemacht?
Hoiss: Ich habe den Wirtschaftsinformatiker (HWK) erreicht. - Wie sind Sie zu diesem Abschluss gekommen?
Hoiss: Der Weg zum Wirtschaftsinformatiker geht über den Betriebsinformatiker. Dieser ist Voraussetzung für eine Zulassung zum Wirtschaftsinformatiker.Insgesamt habe ich fünf Kurse bei der HWK besucht. - Welche Kurse haben Sie alle besucht?
Hoiss: Angefangen habe ich mit dem Kurs Qualifizierter EDV-Anwender, um mein MS Office Wissen aufzubessern. Danach habe ich mit dem Professionellen EDV-Anwender weitergemacht. Anschließend habe ich den Netzwerk-Service-Techniker und Anwendungsentwickler mit dem ich dann mein Zwischenziel Betriebsinformatiker erreicht habe, absolviert. Zum Schluss habe ich dann den Wirtschaftsinformatiker noch besucht. - Dauert dieser nicht recht lange?
Hoiss: Am Anfang geht eigentlich alles recht schnell und leicht. Zum Schuss fällt es dann dem ein oder anderen schon etwas schwerer sich zu motivieren. Ich glaube aber, dass dies bei allen berufsbegleitenden Fortbildungsmaßnahmen gleich ist und auch stark von der Arbeit abhängt, in der man ja noch zusätzlich zum Kurs jeden Tag geht. - Kommt man als Anfänger mit?
Hoiss: Anfänger werden durch den Kurs Qualifizierter EDV-Anwender ohne besondere Vorkenntnisse auf das Einstiegslevel für den Professionellen EDV-Anwender gebracht. Die Dozenten nehmen auch darauf Rücksicht, und erklären auch Basisfragen gerne. - Mit wie viel Zeit muss ich rechnen?
Hoiss: Bis zum Wirtschaftsinformatiker insgesamt ca. 2,5 Jahre. In der Woche finden ca. zwei bis drei Präsenzveranstaltungen statt. Im letzten Kurs, dem Wirtschaftsinformatiker, wird der Unterricht auch teilweise Online durchgeführt. - Bekomme ich Unterlagen für den Kurs?
Hoiss: Im Kurs werden Ordner mit ausführlichen Skripten ausgeteilt. Meist gibt es von den Dozenten auch noch zusätzlich Informationsmaterial und Übungsaufgaben. - Wie laufen die Prüfungen ab?
Hoiss: Die Theorieprüfungen werden über eine Datenbank abgefragt. Zum Teil sind es multiple choice („Kreuzchen-Fragen") und zum Teil offene Fragen. In der Praxis kommt das auf den jeweiligen Kurs an. In den Office-Fächern werden gezielt praxisbezogene Aufgaben gestellt. Beim Anwendungsentwickler muss man z.B. ein kleines Programm schreiben. - Was kosten die Kurse?
Hoiss: Ein Kurs kostet zwischen 1200 und 1500 Euro. Die Prüfungsgebühren schlagen pro Kurs mit 200 € zu Buche. - Gibt es finanzielle Unterstützung?
Hoiss: Wer sein Meisterbafög noch nicht in Anspruch genommen hat, kann durch den Staat eine 30 % Förderung bekommen.
Nähere Informationen bekommt man vom zuständigen Landratsamt. Von einigen Teilnehmern habe ich auch mitbekommen, dass eine Förderung der Agentur für Arbeit möglich ist. - Wie war die Zusammenarbeit mit den Dozenten oder anderen Teilnehmern?
Hoiss: Der Vorteil an den Dozenten ist die Praxisnähe. Die Teilzeit-Dozenten bringen Ihr Wissen direkt aus der Praxis mit, was den Unterricht enorm auflockert. Mit den anderen Kursteilnehmern wächst man auf dem Weg zum Ziel Kurs für Kurs immer näher zusammen; teilweise bilden sich auch Freundschaften.
Herr Hoiss, herzlichen Dank für Ihre aufgeschlossenen Fragen. Wir, vom Bildungszentrum München, wünschen Ihnen alles Gute.
online seit 19. Aug 2008, aktualisiert am 15. Sep 2008
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