BHT: Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis: Handwerk unterstützt Regierungs-Pläne

17. Januar 2006

Das bayerische Handwerk unterstützt ausdrücklich die Pläne der Bundesregierung, künftig Verkäufe von Lebensmitteln unter Einstandspreis grundsätzlich zu verbieten. Der Bayerische Handwerkstag dankt vor allem Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer für seine Initiative zugunsten der davon betroffenen kleinen und mittleren Betriebe. BHT-Präsident Heinrich Traublinger, MdL betont, Verkäufe unter Einstandspreis würden vor allem von marktmächtigen und finanzstarken Großunternehmen des Handels verwendet, um über sogenannte Lockvogelangebote Kunden an sich binden zu können. Ein fairer Leistungswettbewerb, die Preiswahrheit und -klarheit, blieben dabei auf der Strecke.

Leidtragender dieser Verdrängungsstrategie sei vor allem der Mittelstand. Die mittelständischen Zulieferer der Großbetriebe des Handels seien genauso betroffen wie zahlreiche Handwerksbetriebe, wie z.B. Bäcker und Metzger. Traublinger: "Die Lockvogelangebote, die der herrschenden "Geiz ist geil ¿ Mentalität" entsprechen, wenden sich nicht nur gegen den handeltreibenden Mittelstand, sondern letztlich auch gegen den Verbraucher selbst." Die Schwächung und Verdrängung mittelständischer Unternehmen gefährde einerseits die flächendeckende Versorgung mit hochwertigen Gütern, andererseits aber auch zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze.