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Heiko Kubenka

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen - ab jetzt Voraussetzungen prüfen und Antrag stellen

Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Ausbildungsbetriebe die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind und in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen ausbilden.

Alle Informationen zum Bundesprogramm sowie die entsprechenden Antragsformulare finden Sie ab sofort auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Wichtig

Anträge werden über die zuständige Agentur für Arbeit gestellt. Die Handwerkskammer stellt lediglich die Bescheinigung aus, die den Anträgen beigefügt werden muss.



Hinweis

Als KMU gelten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten.

Dabei wird die Zahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.

Folgende Förderungen stehen zur Verfügung



Ausbildungsprämien

Die Ausbildungsprämie fördert Aubildungsbetriebe, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2020 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag.

Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 3.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag.

Beide Zuschüsse werden nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Voraussetzungen

Um die Ausbildungsprämie oder die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:

  • Die Beschäftigten haben im Jahr 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum entweder …
    … in 2 aufeinanderfolgenden Monaten um durchschnittlich 50 Prozent zurückgegangen oder
    … in 5 zusammenhängenden Monaten um durchschnittlich 30 Prozent zurückgegangen.

Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.

Wichtig

Nur wer die Voraussetzungen erfüllt, kann diese Förderung erhalten!

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Wenn Ihr Unternehmen aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigt, aber einen Arbeitsausfall bei den Auszubildenden vermeidet, können Sie den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung erhalten.

Durch die Förderung wird Ihre zusätzliche Anstrengung als Ausbildungsbetrieb bezuschusst, da Sie Ihren Auszubildenden trotz Corona-Krise einen erfolgreichen Berufsabschluss ermöglichen.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die trotz Kurzarbeit die Ausbildung regulär fortsetzen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat. 

Voraussetzungen

Die Förderung können KMU erhalten, die ihre Auszubildenden nicht in Kurzarbeit schicken und auch bei deren Ausbilderinnen und Ausbildern außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichts davon absehen. Der Arbeitsausfall muss im Betrieb oder in einer Betriebsabteilung bei mindestens 50 Prozent liegen.

Wenn Ihr Unternehmen Kurzarbeit anzeigt, muss gleichzeitig eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Agentur für Arbeit erfolgen, dass die Ausbildung fortgesetzt wird. Hat Ihr Unternehmen bereits Kurzarbeit angezeigt, muss es dies unverzüglich nachholen.

Wichtig

Nur wer die Voraussetzungen erfüllt, kann diese Förderung erhalten!

Übernahmeprämie

Bildet Ihr Unternehmen Auszubildende aus einem Betrieb weiter aus, der infolge der Corona-Krise insolvent ist, können Sie die Übernahmeprämie für sogenannte Insolvenzlehrlinge beantragen. Der aufnehmende Betrieb erhält die Übernahmeprämie als einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro.

Die Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Wichtig: Sie können eine Förderung mit der Übernahmeprämie für Ausbildungen erhalten, die zwischen 1. August und 30. Juni 2021 fortgesetzt werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung beim insolventen Betrieb: Eine pandemiebedingte Insolvenz, das heißt, das Insolvenzverfahren wurde bis zum 30. Juni 2021 eröffnet und das Unternehmen war vor dem 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Voraussetzung beim Übernahme-Betrieb: Antragsberechtigt sind Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Unternehmen bis zum 30. Juni 2021 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.



Als übernehmender Betrieb benötigen Sie für den Antrag eine Bescheinigung vom Insolvenzverwalter des insolventen  Unternehmens.

Wichtig

Nur wer die Voraussetzungen erfüllt, kann diese Förderung erhalten!



So funktioniert´s

1. Voraussetzungen checken

Die allgemeinen und besonderen Voraussetzungen finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

2. Antrag stellen

Alle Formulare inklusive Ausfüllhilfen und FAQs  finden Sie ebenfalls auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

3. Bestätigung bei der Handwerkskammer einholen (per E-Mail, Fax oder Post)

Bitte reichen Sie das von Ihnen vorausgefüllte Formular "Bescheinigung der zuständigen Stelle" per E-Mail, Fax oder Post bei uns ein

 lehrlingsrolle@hwk-muenchen.de
Fax 089 5119-321
Handwerkskammer für München und Oberbayern
Lehrlingsrolle
Max-Joseph-Straße 480333 München

Kontakt

Wenn Sie Fragen zum Programm haben, können Sie sich an unsere Ausbildungsberatung wenden

089 5119-216