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Großbritannien: Verkaufsnahe Dienstleistungen visumsfrei

Seit Großbritannien die EU verlassen hat, regelt ein Abkommen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Staaten. Das Erbringen von handwerklichen Dienstleistungen wurde dadurch erschwert, u.a. weil Regelungen im Abkommen nicht mit den Einreisebestimmungen abgestimmt waren.

Jetzt gibt es eine wichtige Nachbesserung bei den britischen Immigration Rules. Die Regeln über kurze Geschäftsreisen mit verkaufsnahen Dienstleistungen werden den Vorgaben des Handels- und Partnerschaftsabkommens angepasst. 

Seit Januar 2021 wird zur Erbringung von Dienstleistungen durch EU-Staatsangehörige im Vereinigten Königreich im Regelfall ein Visum benötigt. Eine wichtige Ausnahme sind die so genannten verkaufsnahen Dienstleistungen im Rahmen einer kurzen Geschäftsreise.

Bisher war diese Regelung nur Mitarbeitern des Herstellers oder Lieferanten der zu installierenden/reparierenden Sache möglich.

Änderung seit 6. Oktober 2021

Zukünftig gilt diese Ausnahmeregelung auch für Mitarbeiter solcher ausländischer Gesellschaften, die Teil einer vertraglichen Vereinbarung über Kundendienstleistungen ist, insbesondere in Form eines Garantie- oder sonstigen Dienstleistungsvertrages. Wichtig: Diese Vereinbarung muss im Zeitpunkt des Verkaufs oder der Vermietung getroffen worden sein. Eine nachträgliche Vereinbarung fällt nicht in den Anwendungsbereich dieser Regelung.

Eine weitere Änderung betrifft die Gegenstände, auf die sich der Dienstvertrag bezieht. Bislang waren „equipment, computer software or hardware“ abgedeckt, nunmehr kommt ausdrücklich „machinery“ hinzu.

Quelle: gtai

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Britische Regierung