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Florian Pircher / pixabay.com

Überbrückungshilfe Corona III plus - Neustarthilfe plus für Soloselbständige

Eine Antragstellung ist bis zum 31. März 2022 möglich.

Hinweis

Details zur Überbrückungshilfe III plus und zur Neustarthilfe plus für Soloselbständige finden Sie auch in den FAQs des Bundes, die Inhalte und Beispiele haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.

Stand der Informationen

02. November 2021

Aktuell

Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 war bisher die Beantragung der Überbrückungshilfe III mit der Möglichkeit der Erstattung von Fixkosten und auch die sogenannte „Neustarthilfe“ für Soloselbständige bei der wahlweise eine Pauschale angesetzt werden kann, möglich. Die Antragsfrist endete am 31. Oktober 2021.

Überbrückungshilfe III Plus und die Neustarthilfe plus kann unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de beantragt werden.

Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, erhalten einen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss.

Die Antragstellung der Überbrückungshilfe III plus und der Neustarthilfe plus für Kapitalgesellschaften erfolgt nur über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte).

Die Antragstellung der Neustarthilfe plus für Soloselbständige und auch für Personengesellschaften erfolgt direkt über eine bundeseinheitliche IT-Plattform, hierzu muss eine Identifizierung über ein ELSTER-Zertifikat erfolgen. Neu hierbei ist allerdings ein Wahlrecht, den Antrag auch über einen prüfenden Dritten stellen zu können.

Beratungskosten für prüfende Dritte im Zusammenhang mit der Antragstellung und einer Schlussabrechnung sind anteilig förderfähig.

Es handelt sich bei der Überbrückungshilfe III plus und bei der Neustarthilfe plus für Soloselbständige um einen steuerbaren Zuschuss.

Der Bund hat für die Unterstützung der Unternehmen bei der Antragstellung eine Hotline und ein Kontaktformular eingerichtet. Die IHK-München und Oberbayern hat als Bearbeitungsstelle der Anträge einen Leitfaden zur Beantragung der Neustarthilfe erstellt.



Hinweis

Für Diejenigen, für die keine der genannten Hilfen in Frage kommt, gibt es die sogenannte Bayerische Corona-Härtefallhilfe. Details finden Sie hier oder in der entsprechenden Richtlinie unter weitere Informationen.





Überbrückungshilfe III (Plus) im Detail

Die Bundesregierung verlängert die Überbrückungshilfe III bis zum 31. März 2022 als sog. „Überbrückungshilfe III Plus“.

Förderfähig sind bei der Überbrückungshilfe III plus, wie bisher bereits auch, fortlaufende, nicht einseitig veränderbare Fixkosten, wie z. B. Mieten/Pachten, Zinsen für Kredite und Darlehen und andere feste Ausgaben gemäß einer Aufstellung, die Sie in den FAQs des Bundes (Punkt 2.4.) einsehen können.

Lebens­haltungs­kosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.

Bei der Überbrückungshilfe III plus sind die erstattungsfähigen Fixkosten im Vergleich zur Überbrückungshilfe II erweitert worden, diese finden Sie in den FAQs des Bundes unter dem Punkt 2.4 und zusätzlich für die Veranstaltungs- und Kulturbranche unter dem Punkt 2.6.

Zur Veranstaltungs- und Kulturbranche gehören beispielsweise:

  • Messebau (Aufbau und Abbau von Messeständen)
  • Auf- und Abbau, Gestaltung von Bühnen
  • Herstellung von Musikinstrumenten
  • Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
  • Fotografen und Fotolabore
  • Veranstaltungstechnik
  • Visagist, Maskenbildner, Make-Up Artist
  • Dienstleistungen im Bereich Veranstaltungstechnik

Der Erstattungsbetrag beträgt bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat. Die Erstattung der förderfähigen Fixkosten erfolgt in Abhängigkeit des Umsatzrückgangs (typischerweise im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019) und unter der Berücksichtigung beihilferechtlicher Regelungen

Um Unternehmen zeitnah zu unterstützen, sind Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung (maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 800.000 Euro) möglich.  

Weitere Details zur Überbrückungshilfe III Plus entnehmen Sie bitte den FAQs des Bundes.

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Eine Antragstellung ist bis 31. März 2022 möglich.

Für die Antragstellung wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer.



Weitere Informationen

 Ansprechpartner betriebswirtschaftliche Beratung
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
 Bundesministerium der Finanzen
FAQs des Bundes







Eigenkapitalzuschuss im Detail

Unternehmen, die in mindestens drei Monaten (nicht zwingend in Folge) im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Dieser dient der Substanzstärkung von Unternehmen und wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Der neue Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. Punkt 2.4 der FAQs zur Überbrückungshilfe III Plus des Bundes).

Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:

Monate mit Umsatzeinbruch
mindestens 50 Prozent
Höhe des Zuschlags
1. und 2. MonatKein Zuschlag
3. Monat25 Prozent
4. Monat35 Prozent
5. und jeder weitere Monat40 Prozent

Beispiel:

Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar, Februar und März 2021 einen Umsatzeinbruch von 55 Prozent.

Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro förderfähige Fixkosten (nach Nr. 1 bis 11 aus Punkt 2.4 der FAQs des Bundes) und erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von jeweils 6.000 Euro für Januar, Februar und März (60 Prozent von 10.000 Euro). Es erhält für den Monat März zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 1.500 Euro (25 Prozent von 6.000 Euro).



Neustarthilfe (Plus) im Detail

Die Bundesregierung verlängert die Neustarthilfe für den Zeitraum 31. Juli bis zum 31. Dezember 2021 als sog.  „Neustarthilfe Plus“, die Antragstellung ist bis zum 31. März 2022 möglich.

Im Rahmen der Überbrückungshilfe III gibt es auch die „Neustarthilfe plus“. Soloselbständige sowie Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften mit höchstens einer Teilzeitkraft, die durch Corona Schaden erleiden, werden von Juli bis Dezember 2021 mit der Neustarthilfe Plus unterstützt. Dabei handelt es sich um eine Umsatzerstattung.

Die bereits bei der Überbrückungshilfe III plus beschriebene Erstattung von förderfähigen Fixkosten wird um eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von insgesamt bis zu 9.000 Euro (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft maximal 36.000 Euro) ergänzt.

Die Neustarthilfe plus für Soloselbstständige beträgt bis zu 1.500 Euro pro Monat.

Die Neustarthilfe plus ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u. ä. anzurechnen.



Weitere Details zur Neustarthilfe Plus erhalten Sie hier und in den FAQs des Bundes.

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Eine Antragstellung ist bis 31. März 2022 möglich.
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