ValiKom - Berufliche Kompetenzen sichtbar machen

Projekt ValiKom

Viele Menschen eignen sich berufliches Wissen und Fertigkeiten während ihres Arbeitslebens an. Doch nicht immer können sie die erworbenen Kompetenzen mit einem formalen Dokument nachweisen. Im Projekt „Abschlussbezogene Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen“ (ValiKom) wird aktuell ein Verfahren erprobt, mit dem beruflich relevante Kompetenzen bewertet und zertifiziert werden. Maßstab dafür sind die anerkannten Berufsabschlüsse.

Zielgruppe: Das Verfahren richtet sich an Personen, die sich beruflich relevante Kompetenzen angeeignet haben, diese aber nicht durch formale Dokumente (z.B. Prüfungszeugnis) sichtbar machen können.

Ablauf des Verfahrens: Inwieweit die Person über die nötigen beruflichen Kompetenzen verfügt, wird während des Verfahrens durch handlungsorientierte Aufgaben aus dem Berufsalltag festgestellt. Berufsexperten beobachten und bewerten die Person bei der Ausführung der Aufgaben im Rahmen von z.B. Arbeitsproben und Fachgesprächen.

Zertifikat: Abhängig vom Ergebnis des Verfahrens stellt die Kammer ein Validierungszertifikat aus, das die volle bzw. teilweise Gleichwertigkeit mit dem Referenzberuf bescheinigt.

Ansprechpartner

Sieglinde Schärl
Kompetenzvalidierung

Telefon 089 5119-290
Fax 089 5119-323
sieglinde.schaerl--at--hwk-muenchen.de

Weitere Infos

www.valikom.de

ValiKom Logo



Berufserfahren und kein Abschluss? Wir suchen Sie!

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern sucht Personen, die ihre beruflichen Kompetenzen zertifizieren lassen wollen.

  • Sie verfügen über einschlägige Berufserfahrung, haben jedoch keinen Berufsabschluss bzw. sind in einem anderen als dem erlernten Beruf tätig.
  • Sie sind mindestens 25 Jahre alt.
  • Sie wollen Ihre Berufs- und Lernerfahrungen bewerten und zertifizieren lassen? Sie wollen Ihr Können und Ihr Potenzial sichtbar machen?
  • Wir – die Kammer sowie Berufsexperten – stellen Ihre Kompetenzen im Rahmen von Arbeitsproben und Fachgesprächen fest.
  • Am Ende erhalten Sie von uns ein Zertifikat. Es zeigt, ob Sie einige oder alle Tätigkeiten Ihres Berufs ausführen können.
  • Die Teilnahme am Verfahren ist jetzt – während der Erprobung – für Sie kostenlos. Die Erprobung dauert bis März 2018


In welchen Berufen können Sie sich zertifizieren lassen?

Die Erprobungen finden in folgenden Schwerpunktberufen statt (können aber auch in anderen Berufen durchgeführt werden):

  • Friseur/in
  • Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik
  • Uhrmacher/in
  • Anlagenmechaniker/in Sanitär Heizung Klima


Machen Sie mit! Es gibt gute Gründe.

Von dem Validierungsverfahren profitieren sowohl Betriebe als auch Arbeitnehmer:

  • Das Kammerzertifikat macht individuell erworbene Kompetenzen für den Arbeitsmarkt glaubwürdig und verlässlich sichtbar. Das Zertifikat erhöht somit die Chancen auf Arbeit und qualifikationsnahe Beschäftigung.

  • Als Betriebsinhaber bzw. Personaler erhalten Sie konkrete Aussagen über vorhandene Berufskompetenzen und deren Passfähigkeit zu den von Ihnen gesuchten Profilen und damit ein weiteres Instrument zur Personalentwicklung.

  • Angelernte bzw. Quereinsteiger erhalten Anreize zur Weiterentwicklung durch
    • eine eingehende Beratung in der Kammer
    • eine fundierte Selbsteinschätzung in der Bewertung vorhandener Kompetenzen
    • die abschließende Bestätigung ihrer Kompetenzen durch das Zertifikat.
  • Berufserfahrene ohne Abschluss können sich auf diesem Wege, fachlich wie persönlich, bis zur Fach- und Führungskraft entwickeln




Projektpartner

Projektleitung:
Westdeutscher Handwerkskammertag

Projektbeteiligte Kammern:
Handwerkskammer für München und Oberbayern
Handwerkskammer Hannover
Handwerkskammer Münster
Handwerkskammer Dresden
Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern
Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart
Industrie- und Handelskammer zu Köln
Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau

Wissenschaftliche Begleitung:
Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Uni Köln

Strategische Steuerung und Kommunikation:
Deutscher Handwerkskammertag
Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Weitere Unterstützung erhalten die Partner durch einen mit bildungspolitischen Akteuren besetzten Projektbeirat.

Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert von