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Konjunkturentwicklung in Bayern

G-Klima Q1-2022

Der Krieg in der Ukraine hat jegliche Hoffnung auf nachhaltige Normalisierung des wirtschaftlichen Lebens nach zwei Corona-Jahren zunichte gemacht. Von den direkten Sanktionen gegen die russische Föderation ist das Handwerk zwar nur wenig betroffen, der Einbruch des ifo-Geschäftsklimaindex zeigte aber, dass der Gegenwind zur erhofften Erholung nach Corona spürbar zunimmt. Im besonderen Fokus standen dabei die Versorgungssicherheit einerseits und die (vor allem durch die Energiepreise) sprunghaft angestiegenen Verbraucher- und Erzeugerpreise andererseits. Insgesamt zeigten sich die bayerischen Handwerker Ende März relativ optimistisch: 44 Prozent meldeten eine gute und weitere 38 Prozent eine befriedigende Geschäftslage. Gegenüber dem Vorjahresquartal war dies ein Plus von zwei bzw. vier Punkten. Auffällig war hier, dass die Stimmung einzig im Bauhauptgewerbe zurückging, während sie sich in allen anderen Branchen (leicht) verbesserte.



Dass der Gegenwind zur erhofften Erholung nach Corona immer rauer wird, zeigte der Blick auf die Erwartungen der Handwerker. Trotz der weitgehenden Aufhebung der Corona-Maßnahmen waren die Einschätzungen etwas pessimistischer als noch vor einem Jahr. 15 Prozent erwarteten eine Verbesserung und 20 Prozent eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, vor einem Jahr war es umgekehrt gewesen. Auffällig war, dass der Rückgang bei den Erwartungen vor allem aus dem Baubereich kam, welcher seit Jahren das Zugpferd der Handwerkskonjunktur darstellte. Sollten sich aber insgesamt die Anstiege bei den Verbraucher- und Erzeugerpreisen stabilisieren, ist im Zuge der Erholungseffekte nach der Pandemie im Gesamthandwerk auch ein starkes 2. Quartal immer noch möglich.





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