Architekt Andrew Howcroft, Ausführung Carl Stahl München, Covertex MünchenAktionszelt im Deutschen Museum
Am 29. April 2006 wurde im Innenhof des Deutschen Museums ein besonderes Aktionszelt errichtet. Bauherr ist der Bayerische Handwerkstag (BHT). Das Zelt dient als Schutz für die Open Air-Veranstaltungen, die der Bayerische Handwerkstag in Zusammenarbeit mit den Landesinnungsverbänden im Sommer 2006 organisiert.
An sieben Wochenenden können hier die Besucher das Handwerk in Bayern live miterleben. Dieses Rahmenprogramm ist als Ergänzung zur Ausstellung "Bayerns Weg in die Moderne" gedacht, die vom 6. Mai bis 29. Oktober 2006 im Sonderausstellungssaal im Deutschen Museum zu sehen ist.

Der Entwurf zu dem Zelt stammt von dem Münchner Architekten Andrew Howcroft. Die Grundidee war, Auf- und Abbau des Schutzbaus so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. Der Innenhof des Museums, ein vielseitig genutzter öffentlicher Platz, sollte durch das Rahmenprogramm nicht versperrt werden.



Die Lösung ist einfach aber genial. Wird das Zelt nicht gebraucht, zieht man die Membran ab und kurbelt den Firstbaum per Hand in die Senkrechte. Dies ist möglich, weil ein Gegengewicht für den Ausgleich der Lasten sorgt. An der Spitze des 22 m hohen Masts weht dann die Fahne mit dem Logo der Ausstellung im Innern des Deutschen Museums.

Ausgeführt wurde der Bau vom Handwerksbetrieb Carl Stahl GmbH München unter Leitung von Rupert Hutterer in Zusammenarbeit mit der Firma Covertex, Obing, deren Verkleidung der Allianz Arena Weltruhm erlangt hat. Beide Firmen sind in ihren Bereichen extrem innovativ. Die ausführenden Firmen haben sich, gemeinsam mit der LfA Förderbank Bayern, auch bei der finanziellen Realisierung engagiert. Für die Sicherheit des Zelts auch bei hohen Windgeschwindigkeiten garantiert die Statik von Peter Handel, Weilheim.



Am Ende des Sommers geht das Aktionszelt in den Besitz des Deutschen Museums über, das diesen Bau des Handwerks auch in Zukunft nutzen will.