Handwerkskammer für München und Oberbayern

Während der Ausbildung

Die Ausbildung im dualen Berufsausbildungssystem beginnt mit dem Lehrvertrag und endet mit der Gesellen- oder Abschlussprüfung. Die Lehrjahre sind spannend und prägen oft für ein ganzes Berufsleben. Damit alles rund läuft, gibt es hier die wichtigsten Informationen zum Ausbildungsverlauf.





Das rechtliche Fundament der Ausbildung: Die Ausbildungsordnung

Für jeden Ausbildungsberuf gibt es eine eigene Ausbildungsordnung, die die Standards für die betriebliche Ausbildung definiert. Die Ausbildungsordnung regelt neben der Berufsbezeichnung und der Ausbildungsdauer vor allem die sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildung. Ausbildungsordnungen gelten bundesweit einheitlich.

Eine Liste aller anerkannten Ausbildungsberufe im Handwerk,  Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne stehen beim Bundesinstitut für Berufsbildung zum Download bereit.



Ausbildungsberater der Handwerkskammer

Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer sind die ersten Ansprechpartner für alle Beteiligten rund um die Ausbildung. Ob Fragen zum Lehrvertrag, zur Berufsschule, zur Prüfung oder auch bei Konflikten mit Kollegen oder anderen Auszubildenden: Die Ausbildungsberater haben immer ein offenes Ohr – auch für den Ausbildungsbetrieb.

Die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer ist regional organisiert. Hier finden Sie die  richtigen Ansprechpartner .



Rund um den Lehrvertrag: die Lehrlingsrolle

Grundlage für die Ausbildung ist ein bei der Handwerkskammer registrierter Lehrvertrag. Wenn sich an den Vertragsinhalten etwas ändert, muss dies schriftlich festgehalten werden. Mögliche Änderungen sind eine Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildungszeit, ein Wechsel zur Teilzeitausbildung oder auch ein Wechsel der ursprünglich gewählten Fachrichtung.

Formulare finden Sie in unserem Downloadbereich .



Damit nichts verloren geht: das Berichtsheft

Auszubildende sind verpflichtet, einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) zu führen. Die Option, Ausbildungsnachweise elektronisch zu führen, wurde erst für Ausbildungsverträge, die ab 1. Oktober 2017 geschlossen werden, ins Gesetz eingefügt. Entsprechende Vereinbarungen von Ausbildungsbetrieb und Lehrling über die Form des Nachweises (schriftlich oder elektronisch) sind daher ab 1. Oktober 2017 in der Niederschrift des Ausbildungs- bzw. Lehrvertrages aufzunehmen.

Ausbildende müssen Auszubildende zur Führung des Ausbildungsnachweises anhalten. Die Lehrlinge müssen den Ausbildungsnachweis am Arbeitsplatz führen können.

Der Auszubildende erhält den Ausbildungsnachweis zu Beginn der Ausbildung und führt dieses während der Ausbildungszeit. Der Ausbildungsnachweis dient der zeitlichen und sachlichen Dokumentation der Ausbildung. Er hat auch eine pädagogische Funktion und unterstützt die Kommunikation zwischen Ausbildungsbetrieb und Lehrling über Lernfortschritte und etwaige Lerndefizite.

Der Ausbildungsbetrieb kontrolliert das Berichtsheft regelmäßig, da es eine der Zulassungsvoraussetzungen zur Gesellen- oder Abschlussprüfung ist.

Innungen und Kreishandwerkerschaften haben oft berufsspezifische Berichtshefte, alternativ gibt es hier eine neutrale Version der Berichtshefte zum Download .

Apps und Onlinelösungen, den Ausbildungsnachweis elektronisch zu führen, gibt es – gegen Entgelt – von mehreren Anbietern. Sollte die elektronische Führung des Berichtshefts gewählt werden, informieren Sie sich bitte bei unserer Lehrlingsrolle oder unseren Ausbildungsberatern über die Anforderungen einer elektronischen Berichtsheftführung (Ausschluss von Manipulationen, …). Für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist die Vorlage eines vom Ausbildenden und Auszubildenden abgezeichneten Ausbildungsnachweises erforderlich.



Exklusiv und nur im Handwerk: die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Die betriebliche Ausbildung wird in vielen Handwerksberufen durch die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ergänzt. Sie gewährleistet eine breite Grundausbildung, vervollständigt die betriebliche Ausbildung, gleicht eventuelle Spezialisierungen der Betriebe aus und stellt eine Anpassung an technische und wirtschaftliche Veränderungen sicher.

Die ÜLU ist fester Bestandteil der Berufsausbildung, der Ausbildungsbetrieb muss den Lehrling zur Teilnahme freistellen.

Unsere Standorte

 Zu den Bildungszentren



Unterstützung für Flüchtlinge während der Ausbildung

Viele junge Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen mussten, finden im oberbayerischen Handwerk eine neue Heimat. Damit die Ausbildung reibungslos verläuft, beschäftigt die Handwerkskammer einen Ausbildungsbegleiter für junge Flüchtlinge. Der Ausbildungsbegleiter ist Ansprechpartner für Auszubildende und Ausbildungsbetrieb gleichermaßen.

Der Ausbildungsbegleiter wird durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Ansprechpartner

Rüdiger Hofbauer
Fachberater Berufsausbildung, Ausbildungsakquise

Telefon 089 5119-446
Fax 089 5119-328
ruediger.hofbauer--at--hwk-muenchen.de


Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Logo



Der Begleiter durch die Ausbildung: AppZubi 2.0

Die AppZubi 2.0 ist ein kostenloser Begleiter für alle Lehrlinge im Handwerk.  Ein Film erklärt, was AppZubi als App auf deinem Handy alles kann und wie sie funktioniert .

In der Appzubi 2.0 findest die deinen persönlichen Ausbildungskalender, die ÜLU-Termine, einen SOS-Button bei Problemen, eine Memofunktion fürs Berichtheft und viele nützliche Tipps zur Ausbildung.

Für die Freischaltung der App AppZubi wird eine PIN benötigt, die bei uns erhältlich ist. Kein PIN mehr vorhanden? Schreib deine Lehrvertragsnummer an kundenportal@hwk-muenchen.de und wir senden dir einen neuen PIN-Code für AppZubi zu!

Ansprechpartner

Thomas Graßl
Stellvertretende Leitung der Abteilung, Sachgebietsleitung Online-Anwendungen

Telefon 089 5119-180
Fax 089 5119-306
thomas.grassl--at--hwk-muenchen.de



Ein Blick über den Tellerrand: Lernen im Ausland

Auslandsaufenthalte für Auszubildende bieten die beste Möglichkeit, schon früh internationale Erfahrungen zu sammeln. Betriebe können mit dem Angebot von Auslandspraktika ihre Attraktivität als Ausbildungsbetrieb steigern, leistungsstarke Schulabgänger gewinnen und die Motivation ihrer Auszubildenden erhöhen.  Hier finden Sie alle relevanten Informationen .

Weitere Informationen

 www.go-ibs.de