BerufsausbildungAusbildung im Handwerk findet wieder mehr Anklang
11. Juni 2026 – Statement von Präsident Peteranderl
„Berufsausbildung ist Zukunftssicherung - für das Handwerk, für die Nachwuchskräfte sowie für unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist deshalb ein gutes Zeichen, dass die Zahl der Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen im Handwerk wieder ansteigt“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.
Bis zum 31. Mai 2026 sind in Handwerksbetrieben im Kammerbezirk bereits 3.105 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden und damit 5,1 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei einem generell seit einiger Zeit rückläufigen Arbeitsmarkt ist diese Entwicklung umso bemerkenswerter und erfreulicher.
Ganz allgemein wächst in unserer Gesellschaft und nicht zuletzt bei Jugendlichen und ihren Eltern die Erkenntnis wieder, dass Handwerksberufe nicht nur interessant und sinnstiftend sind, sondern auch notwendig und zukunftssicher. Gerade die zahlreichen Meldungen über Büroberufe, die von Künstlicher Intelligenz verdrängt werden, lassen Handwerksberufe, in denen mit dem Kopf und mit den Händen gearbeitet wird, als eine zukunftsweisendere Berufswahl erscheinen.
Die Handwerkskammer unterstützt sowohl Betriebe als auch Schulabgänger, damit sich die passenden Ausbildungspartner finden. Schulbesuche, Ausbildungsmessen, Infoveranstaltungen, vielfältige Informationen im Internet und die Vermittlung von Betriebspraktika sind hier zu nennen.
Hochqualifizierte Fachkräfte sind für die Zukunft des Handwerks unverzichtbar. Der trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation nach wie vor vorhandene Fachkräftemangel in vielen Handwerksberufen ist deshalb für das Handwerk eine Entwicklungsbremse und sollte auch für unsere ganze Gesellschaft ein Grund zur Sorge sein. Im Handwerk ist deshalb jeder Jugendliche mit Interesse, Engagement und Ausbildungsfähigkeit höchst willkommen, egal welche Schulbildung sie oder er hat. Im Handwerk kommt es darauf an wo jemand hinwill, nicht wo man herkommt.