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Bayerisches Handwerk entgegnet FDP zum Ladenschluss

Peteranderl: "Verdrängungswettbewerb zu Lasten kleiner und mittlerer Unternehmen"

27. März 2018

Der Bayerische Handwerkstag (BHT) weist die Forderung der Bayern-FDP nach einer vollkommenen Freigabe der Ladenöffnungszeiten zurück. „Die Erfahrungen der einzelnen Bundesländer mit der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten haben u.a. ergeben, dass Freitag und Samstag die Haupteinkaufstage sind und längere Ladenöffnungszeiten unter der Woche von den Verbrauchern nicht angenommen werden“, betont BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. Auch führen längere Ladenöffnungszeiten nicht automatisch zu einer Steigerung des Gesamtumsatzes: „Das Einkaufsverhalten verlagert sich lediglich. Da eine längere Ladenöffnung aber natürlich zusätzliche Kosten verursacht, müssten diese vom Verbraucher getragen werden“, sagt Peteranderl.

Der BHT sieht außerdem die Gefahr, dass verlängerte Ladenöffnungszeiten den Verdrängungswettbewerb zu Lasten kleiner und mittlerer Unternehmen des Lebensmittelhandwerks anheizen würden. Mit der Folge, dass die Nahversorgung in der Fläche weiter ausgedünnt würde, während Einzelhandelsgroßprojekte auf der grünen Wiese einen zusätzlichen Wachstumsschub erhalten. „Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung müssen wir aber auch an diejenigen denken, die über kein Fahrzeug verfügen oder aufgrund ihres Alters nicht mehr so mobil sind“, sagt BHT-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Hüpers. Auch drohe eine wesentliche Mehrbelastung für die Beschäftigten, so Hüpers weiter.

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