Franz Xaver Peteranderl
Handwerkskammer für München und Oberbayern

Bayerisches Handwerk zum Volksbegehren gegen Flächenverbrauch

Peteranderl: "Kommunen werden ihrer Entwicklungsmöglichkeiten beraubt"

7. März 2018

Kritisch sieht der Bayerische Handwerkstag (BHT) das von den Grünen angestoßene Volksbegehren gegen Flächenverbrauch. "Damit werden die Kommunen ihrer Entwicklungsmöglichkeiten beraubt", kommentiert BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl.

Der BHT-Präsident weist darauf hin, dass die Betriebe auf kurzen Wegen ihrer Rolle als Versorger, Arbeitgeber, Ausbilder und Dienstleister bestmöglich nachkommen können: "Wenn jedoch Wohnraum und Gewerbeflächen künstlich verknappt werden, hätte das zusätzliche Verkehrsströme zur Folge, da die Menschen immer weiter zu ihren Arbeitsplätzen pendeln müssen. Das wäre gerade vor dem Hintergrund drohender Dieselfahrverbote äußerst kontraproduktiv." Außerdem würde sich der Fachkräftemangel im Handwerk zum Flächenmangel ausweiten, da es neben den Gewerbeflächen auch immer mehr an Wohnraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehle, so Peteranderl weiter.

Der BHT-Präsident macht klar, dass auch das Handwerk die bayerische Heimat für besonders schützenswert hält. Dass allerdings die Kommunen künftig Flächen dirigistisch zugeteilt bekommen sollen, die sie zur Bebauung verwenden dürfen, hält der BHT für nicht zumutbar: "Wenn Fläche zum knappen Gut wird, werden Gemeinden ihre Gewerbeflächen künftig an jene Unternehmen vergeben, von denen sie sich die höchsten Gewerbesteuererträge versprechen. Das ginge zulasten des Handwerks und der wirtschaftlichen Vielfalt Bayerns."

Präsident Peteranderl zum Volksbegehren gegen Flächenverbrauch:

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