hannesharnack.de - Hannes Harnack

Aufstiegs-BAföGGesetzesentwurf zum Aufstiegs-BAföG

22. Oktober 2026 – Statement von Präsident Peteranderl

Derzeit wird der Gesetzentwurf für die fünfte Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes diskutiert. Das Aufstiegs-BAföG leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und ermöglicht Beschäftigten die Weiterbildung zum Meister oder zu vergleichbaren Fortbildungsabschlüssen.

„Gut qualifizierte Meisterinnen und Meister sind eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks. Sie sichern die Fachkräftebasis unserer Betriebe, treiben Innovationen voran und sind häufig die Unternehmensnachfolger von morgen. Deshalb muss das Aufstiegs-BAföG so ausgestaltet werden, dass beruflicher Aufstieg nicht an finanziellen oder bürokratischen Hürden scheitert“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.

Der vorliegende Referentenentwurf zeigt richtige Ansätze. Er erhöht beispielsweise den Förderrahmen für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von 15.000 € auf 18.000 € und den Darlehenserlass von 50 auf 60 Prozent.

Gleichzeitig fehlen im Gesetz wichtige Verbesserungen. Hierzu gehören beispielsweise die grundsätzliche Förderfähigkeit einer Fortbildung auf der gleichen Fortbildungsstufe, die Förderung von Verbrauchsmaterial in Meisterkursen oder auch die Förderfähigkeit von Vollzeit-Fortbildungen auf der ersten Fortbildungsstufe. Auch das derzeit geplante Inkrafttreten zum 01. August 2027 ist wenig ambitioniert.

Viel wurde schon erreicht

Der Freistaat Bayern gewährt zudem einen Meisterbonus für erfolgreich bestandene Meister- und gleichwertige Fortbildungsprüfungen. Gemeinsam mit dem Aufstiegs-BAföG entsteht so ein Fördersystem, das finanzielle Hürden für die Fortbildung zum Handwerksmeister bzw. zur Handwerksmeisterin deutlich verringert.

„Mit dem Meisterbonus setzt Bayern bereits ein wichtiges Signal für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung. Der erfolgreiche Abschluss einer Meisterfortbildung verdient Anerkennung. Jetzt gilt es, die Bedingungen auf dem Weg dorthin weiter zu verbessern“, betonte Peteranderl.

 

Investitionen in die berufliche Bildung sind zugleich Investitionen in unseren Wirtschaftsstandort. Jede zusätzliche Meisterin und jeder zusätzliche Meister stärkt die Leistungsfähigkeit der Betriebe und trägt dazu bei, Arbeitsplätze, Ausbildung und Unternehmensnachfolgen langfristig zu sichern.