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Austausch mit Staatsminister Dr. Florian HerrmannHandwerk fordert spürbaren Bürokratieabbau

30. Juli 2026 – Statement von Präsident Peteranderl

„Bürokratie bleibt eine der größten Belastungen für unsere Handwerksbetriebe. Deshalb ist es richtig, dass die Staatsregierung den Bürokratieabbau stärker in den Fokus rückt. Die bisherigen Maßnahmen reichen jedoch nicht aus: Von den angekündigten Entlastungen kommt im Handwerk bislang noch zu wenig an. Jetzt sind spürbare und konsequente weitere Schritte notwendig,“ so der Präsident des Bayerischen Handwerkstags Franz Xaver Peteranderl. 

Bürokratiebelastungen in der handwerklichen Praxis

Am 29. Juli 2026 diskutierten Mitglieder des Bayerischen Handwerkstags sowie Vertreter von Handwerksbetrieben gemeinsam mit dem Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL, über die Bürokratiebelastungen in der handwerklichen Praxis. Ebenfalls an der Veranstalung teil nahm der Bürokratiebeauftragte der Staatsregierung, Walter Nussel, MdL.

Präsident Peteranderl erläuterte eingangs, dass Handwerksbetriebe trotz der Maßnahmen der Staatsregierung zum Bürokratieabbau – insbesondere der Modernisierungsgesetze und des Moratoriums für neue Verwaltungsvorschriften – weiterhin erhebliche Zeit- und Personalressourcen für Genehmigungsverfahren sowie die Erfüllung von Melde- und Dokumentationspflichten aufwenden müssen.

Praxisgerechte Ausnahmeregelungen und angemessene Schwellenwerte

In einer jährlichen Befragung von Handwerksbetrieben zu ihren größten Herausforderungen neben dem Fachkräftemangel belegte die Bürokratiebelastung mit 76 Prozent erneut den Spitzenplatz und lag damit deutlich vor Steuern und Abgaben. Aufgrund ihrer überwiegend kleinen Betriebsgrößen schlägt sich der Erfüllungsaufwand bei Handwerksbetrieben wesentlich stärker nieder als bei größeren Unternehmen. Peteranderl forderte daher praxisgerechte Ausnahmeregelungen und angemessene Schwellenwerte für kleine und mittlere Betriebe.

Wo es an einer praxisnahen Ausgestaltung bestehender Vorgaben mangelt, wurde in der anschließenden Diskussion deutlich. Handwerksbetriebe kamen selbst zu Wort und verdeutlichten anhand konkreter Beispiele aus ihrem Betriebsalltag den bestehenden Handlungsbedarf. Die geschilderten Praxisbeispiele wurden Staatsminister Dr. Herrmann und dem Bürokratiebeauftragten Walter Nussel im Anschluss schriftlich übergeben. 

Hier finden Sie das vollständige Statement von Präsident Peteranderl



 

Robert Fleschütz

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik

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