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Krise im Handwerk hält anKonjunkturbericht 1. Quartal 2023

Auch im 1. Quartal des neuen Jahres steht das Handwerk vor großen Herausforderungen. Die enormen Preissteigerungen halten Konsumenten und Unternehmen weiter in Atem. Auch wenn am aktuellen Rand etwas Entspannung in Sicht ist, bleibt die Lage schwierig. Dies gilt im Handwerk umso mehr, da die wichtige Baukonjunktur vor einem erheblichen Rücksetzer steht. Massive Anstiege bei den Preisen für Rohstoffe und Bauleistungen in Kombination mit innerhalb kürzester Zeit hochgeschnellten Bauzinsen, drohen vor allem den Wohnungsbau regelrecht abzuwürgen.

Krise im Handwerk hält an

Insgesamt wird es darauf ankommen, wie schnell sich die Inflation wieder einpendelt und wie lange die Anpassungen in der Gesamtwirtschaft dauern. Wenn ein Ende der EZB-Zinsanhebungen in Sicht ist, gewinnen Unternehmen und Verbraucher wieder an Planungssicherheit und dann wird eine wirtschaftliche Erholung einsetzen. Obwohl es nicht zu einer großen Katastrophe wie einer Gasmangellage oder ähnlichem gekommen ist, droht dem Handwerk allerdings ein weiteres Jahr mit realen Umsatzverlusten und Beschäftigungsabbau.



Letzte Konjunkturberichte

07.08.2026: Handwerkskonjunktur wartet weiter auf Erholung Konjunkturbericht 2. Quartal 2026

Das oberbayerische Handwerk befindet sich zur Jahresmitte nach wie vor in einer schwierigen konjunkturellen Lage.Bis der Iran-Konflikt nachhaltig gelöst ist, schlagen die hohen Ölpreise stark auf das Konsumklima und die Kosten der Unternehmen durch. Kombiniert mit wieder steigenden Zinsen und der hohen Unsicherheit ist diese Entwicklung Gift für die Verbraucher- und Unternehmensstimmung. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass die Erwartungen für die kommenden Monate deutlich schwächer ausfielen als vor einem Jahr. Die Handwerkerinnen und Handwerker rechnen offenbar nicht mit einer anstehenden Verbesserung der Lage.

29.04.2026: Geopolitik bedroht den AufschwungKonjunkturbericht 1. Quartal 2026

Die Handwerker in Oberbayern zeigten sich unter dem Eindruck des Iran-Konflikts deutlich pessimistischer als im Vorjahr. Die Lageeinschätzungen gingen insgesamt um vier Punkte zurück. Noch bedenklicher ist der Blick auf die Erwartungen. Die im Handwerk saisonal übliche erwartete Belebung der Geschäftstätigkeit für die kommenden Monate fiel deutlich schwächer aus. Der Anteil an Betrieben, die eine weitere Verschlechterung ihrer Lage im 2. Quartal erwarten, stieg um sieben Punkte an.

28.01.2026: Erholung in SichtKonjunkturbericht 4. Quartal 2025

Wie erwartet brachte das letzte Quartal 2025 noch keine nachhaltige Entlastung der Handwerkskonjunktur. Die aktuellen Lageeinschätzungen verbesserten sich leicht um einen Punkt auf 81 Prozent Gut- oder Befriedigend-Urteile

26.10.2025: Zwischen Stagnation und AufbruchKonjunkturbericht 3. Quartal 2025

Insgesamt bleiben die Handwerker stoisch. 85 Prozent der in der Konjunkturumfrage befragten Betriebe schätzten die eigene Lage als gut oder befriedigend ein. Vor allem im Bauhauptgewerbe fielen sowohl die aktuellen Lagebeurteilungen als auch die Erwartungen für das kommende Quartal deutlich besser aus als im Vorjahr.
 
 



Tobias Steigenberger

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik

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