Die oberbayerischen Kammersiegerinnen und Kammersieger mit Präsident Franz Xaver Peteranderl (vorne 2.v.re.) und stv. Hauptgeschäftsführer Dieter Vierlbeck (vorne rechts).
Ehrung für 79 Siegerinnen und Sieger der Deutschen Meisterschaft im Handwerk (DMH) auf KammerebenePeteranderl: "Im Wettbewerb gegen starke Konkurrenz durchgesetzt"
25. September 2026
Die Handwerkskammer feiert 79 junge Handwerkerinnen und Handwerker, die in diesem Jahr ihre Prüfungen als Beste in ganz Oberbayern abgeschlossen haben. „Die hervorragenden Ergebnisse zeigen, dass Sie Ihre Ausbildungen mit Bravour absolviert und sich im Wettbewerb gegen starke Konkurrenz durchgesetzt haben“, gratuliert Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl. Steigenden Ausbildungszahlen bilden die Basis dafür, dass das oberbayerische Handwerk auch in den kommenden Jahren stark im Berufswettbewerb vertreten sein wird: „Eine Lehre in einem der über 130 handwerklichen Ausbildungsberufe ist attraktiv und wird es auch bleiben. Denn für viele junge Menschen spielt zunehmend eine Rolle, welche Berufe ganz oder teilweise durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden könnten. KI kann zwar auch die Arbeit in unserem Wirtschaftsbereich unterstützen. Aber über das Geschick eines Handwerkers, seine Erfahrung und das Gefühl für Material und Kunden, verfügt kein Algorithmus“, erklärt Peteranderl.
Dieter Vierlbeck, stv. Hauptgeschäftsführer der Kammer, betont die wichtige Rolle der Ausbilderinnen und Ausbilder im Handwerk: „Die Vermittlung der Ausbildungsinhalte ist die Grundlage für einen erfolgreichen Abschluss der Lehre. Doch das ist längst nicht alles. Während der drei bis dreieinhalbjährigen Ausbildung kann es auch zu Konflikten kommen. Diese und andere Herausforderungen klug zu moderieren, ist eine hohe Kunst. Deshalb ist der Erfolg der Siegerinnen und Sieger auch eng mit dem Engagement derer verknüpft, die sie ausbilden. Unsere Ausbilderinnen und Ausbilder sind das Herz und die Seele des dualen Systems im Handwerk. Was sie täglich leisten, kann nicht hoch genug geschätzt werden.“
In jedem Beruf läuft der seit 1951 existierende Wettbewerb etwas anders ab. Viele Prüflinge mussten sich in einer Arbeitsprobe beweisen. Bei anderen wurde das Gesellenstück von einer Kommission begutachtet und bei überregionalen Prüfungsausschüssen gab die beste Note den Ausschlag. Im nächsten Schritt werden nun die Besten aus ganz Bayern ermittelt. Diese messen sich zum Abschluss der Deutschen Meisterschaft im Handwerk mit den Gewinnerinnen und Gewinnern aus den übrigen Bundesländern.