Regionaler Planungsverband tagt in der Handwerkskammer
„Eine Region ist und bleibt nur dann stark, wenn alle ihre Akteure an einem Strang ziehen. Gemeinsame, abgestimmte Planung in der Region gehört hier ganz vorne mit dazu“, sagte der Präsident der Handwerkskammer Franz Xaver Peteranderl.
Die Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes München fand am 14. Juni 2018 in der Handwerkskammer in München statt. Präsident Franz Xaver Peteranderl begrüßte die Teilnehmer und hob die Bedeutung einer gemeinsamen Planung auch und gerade für den wirtschaftlichen Erfolg einer Region hervor.
Für eine handwerksfreundliche Politik auf regionaler und kommunaler Ebene
Handwerksbetriebe sind traditionell an ihrem Standort fest verwurzelt und wirtschaften in der Regel regional orientiert. Handwerksfreundliche Politik auf regionaler und kommunaler Ebene und hier nicht zuletzt eine sachgerechte und abgestimmte Planung sind deshalb für die Leistungsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg der Handwerksbetriebe unverzichtbar.
Bezahlbarer Wohnraum für München
Die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums ist dabei eine der zentralen Herausforderungen, welcher sich gerade die Region München stellen muss. Wohnraum ist knapp und teuer. Es muss aber auch für Normalverdiener Wohnungen geben. Das ist unter anderem eine Voraussetzung für die Fachkräfteversorgung des Handwerks und damit für die vielfältige Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Waren und Dienstleistungen. Die Ausweisung von Grundstücken für Wohnflächen ist ein Ansatzpunkt, um den Anstieg der Grundstückspreise und damit der Wohnkosten zu dämpfen. Die Regionalplanung hat aber auch in anderen Bereichen Einfluss auf die Baukosten und damit den Preis für Wohnraum, z.B. bei der Ausweisung von genügend Deponieraum für die Entsorgung von Baustellenabfällen.
Für mittelstandsfreundlich parzellierte Gewerbeflächen
Ein weiteres wichtiges Anliegen des Handwerks ist die verstärkte Ausweisung von bezahlbaren und mittelstandsfreundlich parzellierten Gewerbeflächen. Ebenso wichtig ist, dass bestehende Betriebsstandorte nicht gefährdet werden, zum Beispiel durch herannahende Wohnbebauung oder planungsrechtliche Maßnahmen. Ein sparsamer und effizienter Umgang mit Flächen ist sicher notwendig. Ziel sollte hier die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Instrumente sein, die weder in die kommunale Planungshoheit eingreifen noch einzelne Räume oder Branchen besonders belasten.
Schnelles Internet und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur
Handlungsbedarf besteht auch beim Ausbau der Infrastruktur. Dies gilt für schnelles Internet ebenso wie für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Ersteres kann dazu beitragen, eine ausgewogene räumliche Entwicklung zu gewährleisten und Verkehr zu vermeiden. Letztere ist Voraussetzung, um die weiter wachsenden Verkehrsströme zu bewältigen.
Ansprechpartner
Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik
Telefon 089 5119-117
Fax 089 5119-305
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