Handwerkskammer für München und Oberbayern
Münchens Stadtschulrat Florian Kraus (links), Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl (2.v.l.), Schulleiterin Nicole Kohnhäuser (7.v.r.), stv. Schulleiter Alfred Erdt (2.v.r.) und Münchens OB Dominik Krause (rechts) mit den Klassenbesten der Meisterschulen am Ostbahnhof im Schuljahr 2025/26.

Meisterschulen am OstbahnhofZeugnisse für 319 Jungmeisterinnen und -meister

31. Juli 2026

Von 354 zur Prüfung angetretenen Handwerkerinnen und Handwerkern, die im vergangenen Schuljahr die Meisterschulen am Münchner Ostbahnhof besuchten, haben 319 die Prüfung bestanden. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 90 Prozent. Die neuen Spitzenkräfte des Handwerks wurden im Alten Rathaus der Landeshauptstadt für ihre erfolgreiche Weiterbildung gefeiert.

„Es war richtig, dass Sie sich vor fast einem Jahr zur Meisterfortbildung entschlossen haben. Sie haben mit Ihrer Qualifizierung den Gipfel der handwerklichen Bildung erklommen. Sie sind nicht nur hervorragende Fachkräfte in Theorie und Praxis Ihres Berufs. Sie sind auch ausgebildete Führungskräfte, Unternehmer und Ausbilder – und haben damit eine universelle fachlich-unternehmerische Fortbildung durchlaufen, die es so kein zweites Mal gibt“, gratulierte Handwerkskammerpräsident Franz Xaver Peteranderl den frischgebackenen Meisterinnen und Meistern. „Große Aufgaben unserer Gesellschaft sind der akute Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels, die ökologische Transformation sowie die zunehmende Digitalisierung – insbesondere durch die Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Trotzdem ist das Handwerk stark gefragt – denn KI kann handwerkliches Geschick, Erfahrung und die Arbeit in einer realen Umgebung nicht ersetzen. Sie kann keine Kabel verlegen, Verteilerschränke aufbauen oder PV-Anlagen installieren. Diese Unersetzlichkeit macht das Handwerk einzigartig und krisenfest“, betonte der Kammerpräsident und dankte Schulleiterin Nicole Kohnhäuser, die zusammen mit ihren Lehrkräften und den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern maßgeblich zum Weiterbildungserfolg der Meisterinnen und Meister beigetragen hatte: „Die Meisterschulen gehören zu den herausragenden Bildungsstätten des Handwerks. Die Absolventinnen und Absolventen werden auf dem Arbeitsmarkt besonders geschätzt.“

Das Durchschnittsalter der diesjährigen Meisterschülerinnen und -schüler lag zu Schuljahresbeginn bei 25,1 Jahren. Die jüngste Meisterin ist 20, der älteste Meister 41 Jahre alt. Über ein Drittel kommen aus dem Großraum München. Knapp 67 Prozent haben ihre Weiterbildung über das Meister-BAföG finanziert. 40 Prozent planen, sich einmal selbstständig zu machen. Im Einzelnen bestanden die Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfungen in folgenden Gewerken: 118 Elektrotechnik, 90 Installateure und Heizungsbau, 23 Feinwerkmechanik, 22 Metallbau, 17 Friseure, 17 Zahntechnik, 16 Landmaschinenmechanik und 16 Informationstechnik.

Kohnhäuser wies in ihrer Rede darauf hin, dass die Schule die jungen Handwerkerinnen und Handwerker nicht nur auf das erfolgreiche Bestehen der Meisterprüfung vorbereitet, sondern ihnen darüber hinaus noch einige Zusatzqualifikationen mitgegeben habe, die sie für eine erfolgreiche berufliche Zukunft benötigen. „Sehr kompetente Lehrkräfte, moderne Ausstattung, perfekte Vorbereitung auf die Selbstständigkeit und generell auf das Berufsleben als Meisterin bzw. Meister, angenehme Lernatmosphäre, interessanter Unterricht und gleichzeitig gute Unterstützung der Einzelnen, wurde von Studierenden über die Meisterschulen am Ostbahnhof geäußert“, betonte die Oberstudiendirektorin. Kohnhäuser hob außerdem die von der Handwerkskammer geschaffene sehr gute technische Ausstattung hervor: „Die Werkstätten sind auf dem neuesten Stand und werden laufend modernisiert.“ Die Stadt München wiederum versorge die Meisterschulen mit hervorragenden Lehrkräften. Kohnhäuser: „Beide Schulträgerinnen arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen.“



Die besten Schulabschlusszeugnisse erhielten:

Friseur-Meisterin Johanna Innunger (mit einem Notenschnitt von 1,08)

Elektrotechnik-Meister Thomas Bader (1,14)

Metallbau-Meister Severin Lex (1,15)



Oberbürgermeister Dominik Krause gratulierte den 319 Meisterinnen und Meistern im Namen der Landeshauptstadt.

Die 1968 gegründeten Meisterschulen am Ostbahnhof sind eine gemeinsame Einrichtung der Handwerkskammer für München und Oberbayern und der Landeshauptstadt München. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.meisterschulen-mchn.de.

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