Betroffene Handwerksbetriebe brauchen ausreichende Unterstützung und Exit-PerspektiveZweite Corona-Welle stoppt Handwerkskonjunktur erneut
28. Januar 2021 - Statement von Präsident Peteranderl
„Die zweite Corona-Welle und der nun schon sehr lange andauernde Lockdown haben die Handwerkskonjunktur wieder gestoppt. Für immer mehr Betriebe geht es inzwischen um die bloße Existenz.
Ausreichende Unterstützung und eine Perspektive für das Wiederhochfahren der geschlossenen Branchen sind jetzt das Gebot der Stunde“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl bei der aktuellen Konjunkturpressekonferenz der Kammer.
Zentrale Inhalte des aktuellen Konjunkturberichts der Handwerkskammer zum 4. Quartal 2020
- 75 % der Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend; 5 % weniger als im Vorquartal, aber 16 % weniger als im Vorjahresquartal.
- 19 % der Betriebe meldeten steigende Umsätze, 34 % fallende.
- Die Beschäftigung ging zum 31. Dezember 2020 um rund 1 % auf 308.000 Personen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt zurück. 7 % der Betriebe meldeten einen Beschäftigungsaufbau, 19 % waren zu einem Abbau gezwungen.
- 15 % der Betriebe verzeichneten gestiegene Auftragseingänge, 43 % gleichbleibende. Die Auftragsreichweite lag bei 8 Wochen.
- Die Auslastung sank auf 75 %.
- Die Investitionen stiegen deutlich um gut 5,7 % auf etwa 370 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal, werden damit aber in der Gesamtjahresbetrachtung den Rückgang in den Vorquartalen nicht wettmachen können.
- Für das 1. Quartal 2020 rechneten 6 % der Betriebe mit besseren und 62 % mit gleichbleibenden Geschäften.
- Es hat sich eine Zweiteilung des Handwerks herausgebildet: Bau und Ausbau kommen relativ gut durch die Krise, die anderen Branchen sind mehr oder weniger stark von den Einschränkungen betroffen.
Der aktuelle Konjunkturbericht der Handwerkskammer
Weitere Informationen zur Konjunkturpressekonferenz finden Sie in unserem Newsroom.
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