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Jugendliche brauchen zukunftsweisende berufliche Perspektiven, Betriebe brauchen Fachkräfte2021 Berufsausbildung im Handwerk stärken

14. Januar 2021 - Statement von Präsident Peteranderl

„Ausbildung im Handwerk hat Zukunft, auch und gerade jetzt. Das Handwerk will deshalb 2021 trotz Corona-bedingter Probleme und Hindernisse seine Ausbildungsleistung intensiv fortführen“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.

Handwerk systemrelevant

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig das Handwerk für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ist. Lebensmittelbetriebe, die Gewerke des Bau- und Ausbauhandwerks die Branchen, die für Umwelt- und Klimaschutz arbeiten, sowie viele weitere Handwerksbereiche haben sich in vielerlei Hinsicht als unverzichtbar erwiesen. Das Handwerk hat sich als recht krisenfest und zukunftssicher gezeigt. Die meisten Branchen und Betriebe sind vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Das bedeutet, dass in den Handwerksbetrieben Fachkräfte nach wie vor gebraucht werden.

Handwerk braucht mehr Auszubildende

Leider ist im Krisen-Jahr 2020 auch im Handwerk die Ausbildung zurückgegangen, vor allem im Frühjahr. Im Laufe des Jahres hat sich der Abschluss neuer Ausbildungsverträge zwar deutlich erholt, aber trotzdem konnte im letzten Jahr um über 7 Prozent weniger ausgebildet werden als im Vorjahr. Gleichzeitig blieben aber im letzten Ausbildungsjahr rund 2.000 angebotene Ausbildungsplätze unbesetzt. Das zeigt auch, dass die Jugendlichen verunsichert sind, nicht zuletzt, weil es im vergangenen Jahr sehr schwierig war, sie ausführlich über ihre vielfältigen und nach wie vor hervorragenden beruflichen Chancen im Handwerk zu informieren.

Für jeden der richtige Ausbildungsberuf

Deshalb müssen Betriebe, Handwerksorganisationen und Schulen, aber auch Politik und Medien ihre Anstrengungen verstärken, um junge Menschen über die Möglichkeiten, die eine Berufsausbildung bietet, zu informieren. Wer heute ausgebildet wird, der wird dringend gebraucht. Fachkräfte, die jetzt nicht ausgebildet werden, fehlen in ein paar Jahren schmerzlich. Das Handwerk ist überraschend vielfältig; es ist kreativ und innovativ, traditionell und modern, nachhaltig und ganzheitlich, bodenständig und zukunftssicher. Im Handwerk findet deshalb bei Ausbildungsfähigkeit und -willigkeit sowie etwas Flexibilität jede und jeder den Beruf, der den jeweiligen Wünschen, Ansprüchen und Stärken entspricht.

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Ansprechpartner

Robert Fleschütz

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik

Telefon 089 5119-117

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robert.fleschuetz--at--hwk-muenchen.de



Im Titelbild gezeigter Ausbildungsberuf

 Goldschmied