Bayerischer Handwerkstag (BHT) zur UnternehmensnachfolgePeteranderl: „Müssen jungen Menschen wieder mehr Lust auf Selbstständigkeit machen“
5. Mai 2026
Die Unternehmensnachfolge bleibt eine der großen Herausforderungen für das bayerische Handwerk: In den kommenden fünf Jahren suchen bis zu 31.500 Handwerksunternehmen im Freistaat eine neue Chefin oder einen neuen Chef. „Die Bundesregierung muss stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen, damit wieder mehr junge Menschen Lust auf Selbstständigkeit haben. Vor allem die überbordende Bürokratie sorgt dafür, dass immer mehr Meisterinnen und Meister ihre Gründungspläne auf Eis legen“, betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Franz Xaver Peteranderl.
Ein weiterer Faktor sind die steigenden Lohnzusatzkosten. „Gerade für das personalintensive Handwerk muss der Gesamtsozialversicherungsbeitrag wieder unter 40 Prozent gedrückt werden“, fordert Peteranderl: „Um die Wettbewerbsfähigkeit von Handwerk und Mittelstand zu stärken, muss Arbeit hierzulande wieder günstiger werden. Außerdem brauchen wir ein Steuersystem, das Leistungsträger in den Mittelpunkt stellt und nicht über Gebühr belastet.“ Um die Selbstständigkeit als lohnende Option in den Vordergrund zu rücken, braucht es zudem attraktive Finanzierungsmöglichkeiten. Diesbezüglich begrüßt das bayerische Handwerk die Einführung des „Gründungskredit SMART“ durch die LfA Förderbank Bayern. Förderfähig sind dort alle im Zusammenhang mit einer Gründung bzw. Übernahme stehenden Investitionen inkl. Waren und Betriebsmittel.