Bayerisches Handwerk zur KommunalwahlPeteranderl: "Zeit für konstruktive, parteiübergreifende Zusammenarbeit"
9. März 2026
Der Bayerische Handwerkstag (BHT) gratuliert den gewählten Mandatsträgerinnen und -trägern bei der Kommunalwahl. „In wirtschaftlich und geopolitisch schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, unter Demokraten konstruktiv und über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und mit einer handwerksfreundlichen Politik die Bedingungen für unsere Betriebe zu verbessern“, betont BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl.
Peteranderl dankt den vielen Handwerkerinnen und Handwerkern, die für Bürgermeisterämter, Städte- und Gemeinderäte sowie Kreis- und Bezirkstage kandidiert haben: „Das Handwerk ist seit jeher ein fester Bestandteil der Kommunen und besonders in konjunkturschwachen Zeiten ein verlässlicher Ausbilder und Arbeitgeber. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer leisten mit ihrem wirtschaftlichen Sachverstand und Pragmatismus wertvolle Beiträge zur Politik, etwa bei der kommunalen Wärmeplanung. Zugleich ist es im Interesse von Städten und Gemeinden, leistungsfähige Betriebe vor Ort zu halten und in politische Entscheidungen einzubinden.“
Für die Handwerksbetriebe sind eine intakte Straßeninfrastruktur mit fließendem Wirtschaftsverkehr, Parkflächen und Wirtschaftszonen zum Liefern, Laden und Leisten sowie kleinteilig parzellierte Gewerbeflächen zu bezahlbaren Preisen für eine wohnortnahe Versorgung wichtig. Der BHT-Präsident: „Neue kommunale Steuern und Abgaben, wie z.B. die Verpackungssteuer, lehnt das Handwerk klar ab. Bei öffentlichen Aufträgen muss die mittelstandsfreundliche Fach- und Teillosvergabe erhalten bleiben. Zuschläge sollten nach dem wirtschaftlichsten und nicht dem günstigsten Angebot vergeben werden.“ Das bayerische Handwerk fordert, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Dafür braucht es mehr direkte Ansprechpartner in den Kommunen und eine transparente Kommunikation mit der Verwaltung. Weiter spricht sich Peteranderl dafür aus, die Berufsorientierung in Kooperation mit den Schulen und Kommunen auszubauen: „Zugleich müssen staatliche Konkurrenzangebote im handwerklichen Bildungsbereich unterbleiben, um die Attraktivität des dualen Systems zu bewahren.“