In Auseinandersetzung mit...Transformation und Variation
Die angewandten Künste stehen in einer langen Tradition, die durch Material, Technik, Funktion und Ästhetik bestimmt ist. Diese Tradition wird permanent
in die Gegenwart hinein weitergeführt im Sinne einer Auseinandersetzung mit historischen Vorbildern und der Geschichte des Gewerks.
Die Ausstellung möchte zeigen, wie lebendig, spannend und aufregend diese Reflektion sein kann und wie intensiv die Auseinandersetzung der Gestalter und Künstlerinnen mit der Geschichte ihrer Gewerke ist. Daraus entstehen faszinierende Dialoge, eine spielerische Sicht auf die Vergangenheit, die mit zeitgenössischen Inhalten belegt wird. Diese sind oftmals kritisch und widmen sich sozialen, politischen und kulturellen Aspekten.
Der zunächst scheinbar harmlose, nostalgisch anmutende, historisierende Ansatz wird bei genauerem Blick als ein Medium der kritischen Auseinandersetzung eingesetzt, indem die Zustände der Vergangenheit mit denjenigen der Gegenwart parallelisiert werden und durch dieses Neben-einander an Schärfe gewinnen. Zugleich wird ein kritischer Blick auf eine zum Teil verklärte Vergangenheit geworfen.
Ein anderer Aspekt der Ausstellung betrifft die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Materialerfindungen und technischen Neuerungen, von Transferleistungen. Dieses führt zu einem Streben, die Grenzen des eigenen Gewerks auszuloten und die tradierten Verfahren neu auszuprobieren. Es wird
experimentiert und erkundet, was möglich ist, oder geprüft, welche Effekte in verschiedenen Medien zu erzielen sind.
Die Aspekte von technischen Möglichkeiten, Materialeigenschaften, Traditionen, Überlieferungen zur Funktion von Gegenständen und ästhetischen Kriterien werden von den KünstlerInnen auf unterschiedlichste Weise aufgegriffen, hinter-fragt und reflektiert. Es geschieht dieses in den Medien Glas, Keramik, Textil, Stroh, Papier und Metall sowie in den Bereichen Schmuck und Flechten.
Wir haben Künstler und Gestalterinnen aus Australien, Chile, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Schweden, der Schweiz, Südkorea und der Tschechischen Republik eingeladen.
Die Auseinandersetzung mit der Tradition wird in jedem Fall zu einem Forum für Experimente inhaltlicher Vermittlung und ästhetischer Gestaltung.
Der begleitende Katalog zur Ausstellung will die Verbindungen zwischen den Traditionen und den neuen Ansätzen erläutern.
Wir bedanken uns für die Unterstützung bei Brutto Gusto in Berlin, Galerie
Art : Concept in Paris und Rademakers Gallery in Amsterdam.
Ausstellungsobjekte
Katalog
Demnächst hier zum Download verfügbar.
Nächste Ausstellungseröffnung in der Galerie Handwerk München
Dienstag, 24. November 2026
"Künstlerisches Spielzeug - spielerische Kunst. Feder, Frost und Fabeltiere"