Franz Xaver Peteranderl
Franz Xaver Peteranderl

Bayerisches Handwerk warnt vor Vermögenssteuer

Peteranderl: "Anstatt unsere Betriebe zu belasten, muss der Staat ihnen dabei helfen, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken"

15. September 2021

Der Bayerische Handwerkstag (BHT) warnt im Vorfeld der Bundestagswahl vor einer diskutierten Wiedereinführung der Vermögenssteuer. „Zum Vermögen selbstständiger Handwerkerinnen und Handwerker zählen im Regelfall keine Aktienpakete, sondern betrieblich genutzte Immobilien, Geräte oder Maschinen. Eine Besteuerung des Betriebsvermögens wäre investitionsfeindlich, da die Steuer in wirtschaftlich erfolgreichen Jahren aus bereits versteuerten Gewinnen bezahlt werden müsste und in Verlustjahren die Substanz des Unternehmens angreifen würde“, betont BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. Eine Vermögensteuer würde daher nicht nur wohlhabende Privatpersonen, sondern auch kleine und mittlere Betriebe treffen.

Eine Steuer oder Abgabe, die unabhängig von der Ertragskraft erhoben wird, beeinträchtigt die Liquidität, reduziert das Eigenkapital und gefährdet im schlimmsten Fall das Unternehmen mitsamt seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Peteranderl: „Es gibt immer noch Betriebe aus Handwerk und Mittelstand, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise leiden. Der Staat muss ihnen dabei helfen, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken.“ Anstatt über eine Vermögenssteuer, die Verschärfung des Erbschaftsteuerrechts oder die Anhebung des Einkommensteuertarifs nachzudenken, seien dauerhafte steuerliche Entlastungen und die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags erforderlich, so der BHT-Präsident.

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