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Bayerisches Handwerk zur streckenbezogenen Maut

Peteranderl: "Mehr Kosten und Bürokratie für Betriebe"

25. Oktober 2018

Der Bayerische Handwerkstag (BHT) kritisiert die Entscheidung des Europäischen Parlaments, für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen streckenbezogene Mautsysteme einzuführen, scharf. „Damit werden nahezu alle im Handwerk eingesetzten Fahrzeuge von der Maut erfasst“, sagt BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. „Gerade für unsere Betriebe, die im ländlichen Raum liefern und leisten, sind lange Anfahrtswege oft unvermeidlich. Eine Ausweitung der Maut bedeutet für sie unverhältnismäßig mehr Kosten und Bürokratie“, betont der BHT-Präsident.

Das bayerische Handwerk übt außerdem deutliche Kritik an der ebenfalls beschlossenen, stauabhängigen Maut. Auf besonders verkehrsbelasteten Strecken sowie zu Stoßzeiten sollen zusätzlich zur Maut Gebühren erhoben werden. Peteranderl: „Es ist schon ärgerlich genug, dass unsere Handwerker oft im Stau stehen. Jetzt sollen sie auch noch dafür bezahlen.“ Die Betriebe seien auf ihre Fahrzeuge angewiesen, so der BHT-Präsident weiter. Ebenso könnten sie die Stoßzeiten nicht meiden.

In den weiteren Verhandlungen liegt es jetzt in der Verantwortung der Mitgliedstaaten, sich auf ein sozial gerechtes System zu verständigen, anstatt kleine und mittlere Unternehmen mit Kosten und Bürokratie zu belasten.

 Ansprechpartner

Jens Christopher Ulrich
Stabsstellenleiter, Pressesprecher

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