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Berufsausbildung auch in Corona-Zeiten notwendig

Chance für junge Menschen, unverzichtbar für Betriebe - für die Zukunft der jungen Leute und für die Zukunft des Handwerks

09. Juli 2020 - Statement von Präsident Peteranderl

„Die Corona-Krise macht vielen Betrieben auch die Berufsausbildung schwer. Trotzdem ist die Sicherung des Fachkräftenachwuchses auch und gerade jetzt unverzichtbar. Ich bitte deshalb die Handwerksbetriebe weiterhin auszubilden – für die Zukunft der jungen Leute und für die Zukunft des Handwerks“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.

Die aktuelle Zahl der Neuabschlüsse von Berufsausbildungsverhältnissen im Kammerbezirk liegt deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Eine Umfrage unter Ausbildungsbetrieben hat ergeben, dass im Handwerk die Bereitschaft zur Ausbildung nach wie vor groß ist, dass aber die aktuelle wirtschaftliche Lage viele Betriebe mit dem Abschluss von Ausbildungsverträgen zögern lässt.

Hinzu kommt, dass der Lockdown die Berufsvorbereitung an den Schulen stark behindert und damit zu Informationsmangel und Verunsicherung bei den Schülern geführt hat. Die Ausbildungsberatung der Kammer arbeitet nun daran, diesen Informationsrückstand wieder aufzuholen und vor allem die Schüler der Abschlussklassen über die nach wie vor hervorragenden Berufsaussichten im Handwerk zu informieren.

Zudem gibt es aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung finanzielle Zuschüsse für Betriebe, die in der Corona-Krise besonders große Arbeits- bzw. Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten. Wenn solche Betriebe genausoviel ausbilden wie bisher, erhalten sie 2.000 Euro, für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag 3.000 Euro. Zudem gibt es eine Übernahmeprämie für Auszubildende, die von einem insolventen Betrieb übernommen werden. Wir befürworten diese Hilfen, haben uns jedoch für einen größeren Berechtigtenkreis ausgesprochen, denn in dieser schwierigen Zeit muss die Unterstützung der Berufsausbildung so breit wie möglich aufgestellt werden, um in der Ausbildungsbereitschaft von Betrieben und Jugendlichen keine folgenreichen Rückgänge zu riskieren.

„Ich bitte deshalb die Handwerkerinnen und Handwerker ihr Möglichstes zu tun und die Berufsausbildung gerade jetzt intensiv fortzusetzen“, sagte Peteranderl. Die Ausbildungsberater und -akquisiteure der Kammer stehen dabei gern zur Unterstützung bereit.

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Robert Fleschütz
Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik, Stabsstellenleiter Grundsatzfragen der Europapolitik, Sonderprojekte

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