Franz Xaver Peteranderl
Handwerkskammer für München und Oberbayern

BHT zur Corona-Politik in Bayern

Peteranderl: "Alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge nutzen und als Gesellschaft zusammenstehen"

21. November 2021

„Es gilt jetzt die Nerven zu bewahren. Wir müssen alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge nutzen, als Gesellschaft zusammenstehen und die vierte Welle der Corona-Pandemie bekämpfen“, betont Franz Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), mit Blick auf die Beratungen des Koalitionsausschusses. „Der Impfturbo muss endlich zünden und von einem engmaschigen Test-Netz, das über ganz Bayern gespannt wird, ergänzt werden“, fordert Peteranderl.

Die Einführung von 2G für körpernahe Dienstleister sieht der BHT kritisch, da diese Maßnahme den ohnehin schon arg gebeutelten Friseursalons und Kosmetikstudios weitere Umsatzeinbrüche bescheren wird und die Schwarzarbeit ankurbeln dürfte. Auch die Reduzierung auf 10 qm² pro Kunde in Handwerksbetrieben mit angeschlossenem Ladengeschäft und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens in regionalen Hotspots kommt für viele Unternehmen im Weihnachtsgeschäft zur Unzeit. Peteranderl: „Ob die Verlängerung der Coronahilfen genügt, um den wirtschaftlichen Schaden aufzufangen, bleibt abzuwarten.“

Das bayerische Handwerk weist die Staatsregierung darauf hin, dass bei der Unterbringung von Auszubildenden im Zuge der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) mit zweierlei Maß gemessen wird: Während für minderjährige Azubis, die weder geimpft noch genesen sind, die vor Unterrichtsbeginn durchgeführten Schnelltests ausreichen, müssen ihre volljährigen Berufskolleginnen und -kollegen diesen Nachweis per PCR-Test führen. Peteranderl: „Diese Ungleichbehandlung bedeutet zusätzliche Kosten für die Betriebe und einen weiteren Aufwand für die Ausbildungsstätten.“ Zudem fordert der BHT, für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung in Präsenz weiterhin 3G beizubehalten.

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