Handwerkskammer für München und Oberbayern

Europapolitik: Das Handwerk stärken

Bis zu 80 Prozent der Rechtsvorschriften in den einzelnen Mitgliedstaaten haben ihren Ursprung bereits in der europäischen Gesetzgebung. Auch das Handwerk ist in vielfältiger Weise von Gesetzesinitiativen der Europäischen Union betroffen – mit nicht immer positiven Auswirkungen auf den „Handwerksalltag“.

Wir sehen es deshalb als wichtigste Aufgabe, uns frühzeitig bei wichtigen Entscheidungsträgern in Parlament und Kommission für die Belange des Handwerks einzusetzen. 

Verschiedene Initiativen sollen in Politik und Gesetzgebung den Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richten: Der Small Business Act  verankert das Prinzip "Vorfahrt für KMU!" in allen Vorhaben der Europäischen Union. Außerdem gibt er vor, einen KMU-Beauftragten zu benennen, der in der Europäischen Union die Interessen der KMU im Rahmen des gemeinschaftlichen Rechtsetzungsverfahrens vertritt.

Das Netzwerk der nationalen KMU-Beauftragten  unter dem Vorsitz von Herrn Daniel Calleja-Crespo stellt hierzu einen regelmäßigen Austausch über notwendige Maßnahmen für KMU in der Europäischen Union sicher.

Maßnahmen der Europäischen Union, die für Verbesserungen für kleine und mittlere Unternehmen sorgen sollen, müssen jedoch in der Praxis nachhaltig umgesetzt werden. Darauf zu achten, dass dies geschieht, ist ebenfalls eine zentrale Aufgabe der Handwerkskammer für München und Oberbayern vor Ort in Brüssel.

Die Komplexität und Unübersichtlichkeit der Gesetzgebung aus Brüssel stößt vielerorts im Handwerk auf Unverständnis. Die Stoiber-Gruppe zum Bürokratieabbau  berät die Europäische Kommission beim Abbau von Verwaltungslasten für Unternehmen und bei der Umsetzung von Maßnahmen zu einer intelligenten Regulierung.