Fit for 55 marktwirtschaftlich umsetzen - Erfolgreicher Klimaschutz nur mit dem Handwerk Handwerk fordert effiziente EU-Klimapolitik
05. August 2021 - Statement von Präsident Peteranderl
„Mit „Fit for 55“ legt die EU die Messlatte für Wirtschaft und Verbraucher sehr hoch. Damit die Ziele überhaupt erreicht werden können, muss auf marktwirtschaftliche Steuerungsinstrumente und die Stärken des Handwerks gesetzt werden“, sagte der Präsident des Bayerischen Handwerkstags und der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.
Klimaschutz zentrales politisches Thema
Die EU strebt in den nächsten Jahren eine sehr ehrgeizige Klimaschutzpolitik an, die auch und gerade die Arbeitsbedingungen der Handwerksbetriebe stark beeinflussen wird. Die Europäische Kommission hat am 14. Juli 2021 das sogenannte „Fit for 55“-Paket vorgestellt. Es umfasst eine Reihe von Vorschlägen zur Ausrichtung des europäischen Rechtsrahmens an das neue Klimaziel der EU für 2030. Vorgesehen ist dabei u.a. die Verschärfung der Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bei der Energieeffizienz, die Überarbeitung des Emissionshandels und die Einführung eines Grenzausgleichsmechanismus für CO2.
Handwerksfreundliche Verbesserungen einbringen
Mit der Veröffentlichung werden die Vorschläge an das EU-Parlament und den Europäischen Rat übermittelt. Hier ergeben sich für das Handwerk wichtige Möglichkeiten, seine Forderungen in den politischen Prozess einzubringen, und diese Möglichkeiten werden wir auch nutzen.
Klimapolitische Forderungen des Handwerks
Ein erfolgreicher Klimaschutz ist nur mit einer innovativen und erfolgreichen Wirtschaft und nicht zuletzt mit engagierten und leistungsfähigen Handwerksbetrieben möglich. Der Bayerische Handwerkstag hat deshalb bereits im April 2021 seine Forderungen für eine nachhaltige und erfolgreiche sowie wirtschafts- und handwerksgerechte Klimapolitik in einem ausführlichen Positionspapier zusammengestellt. Von zentraler Bedeutung sind dabei vor allem folgende Aspekte:
- Akzeptanz der Maßnahmen in Bevölkerung und Wirtschaft sichern
- Marktwirtschaftliche Instrumente nutzen
- Rechtliche Rahmenbedingungen klar, verständlich und widerspruchsfrei gestalten
- Technologieoffenheit wahren
- Betriebe und Endnachfrager nicht überlasten.
Das Positionspapier des Bayerischen Handwerkstags zur europäischen Klimapolitik
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