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Handwerkskammer und IHK fordern Umdenken bei Verkehrspolitik

Peteranderl: "Runder Tisch unter Beteiligung der Wirtschaft"

7. September 2018

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern und die IHK für München und Oberbayern fordern bei der Verkehrspolitik in der Landeshauptstadt ein Umdenken. „Das Thema Mobilität wird – neben dem Wohnen – in den nächsten Jahren die politische und gesellschaftliche Debatte noch stärker prägen als bisher“, betont Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl.

Um alle Mobilitätsbedürfnisse bedienen zu können, müsse auch über neue Konzepte diskutiert werden, so Peteranderl weiter. „Bevor aber die Innenstadt zur autofreien Zone erklärt und eine Radlautobahn nach Garching geplant werden, die Straßen und Parkplätze kostet, dadurch Stau und Abgase produziert, sollte ein ‚Runder Tisch‘ ins Leben gerufen werden, an dem ein neues Verkehrskonzept entwickelt wird. Auch die Münchner Wirtschaft muss dort ihren Platz haben“, fordert der Kammerpräsident.

Das von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ins Spiel gebrachte „Mobilitätsreferat“ begrüßen sowohl die Handwerkskammer als auch die IHK. Allerdings dürfe es keine Verkehrswende auf dem Rücken der Wirtschaft geben: „Unsere Betriebe müssen weiterhin liefern und leisten können und für ihre Kunden erreichbar sein. Sonst geht es an ihre Existenz“, so die Präsidenten der beiden Kammern.

„Ein zukunftstaugliches Mobilitätskonzept für einen urbanen Ballungsraum wie München muss die flexible Nutzung sowohl individueller als auch öffentlicher Verkehrsmittel vorsehen, denn jedes Verkehrsmittel hat seine Stärken und damit seine Berechtigung“, erklärt Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern. Auch das drohende Dieselfahrverbot, das wie ein Damoklesschwert über Pendlern und Unternehmen, insbesondere dem Lieferverkehr, hängt, erfordere dringend die Neuorganisation des Verkehrs. Die Mobilität für alle müsse gesichert bleiben, so Sasse.

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