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Christian Müller - Fotolia

Handwerkskammer zum Mobilitätsplan für München

Peteranderl: "Massiver Rückbau von Fahrspuren verdrängt Handwerk"

19. Februar 2020

„Der heute im Stadtrat behandelte Mobilitätsplan für München geht so gut wie gar nicht auf die Bedürfnisse von Handwerk und Gewerbe ein“, kritisiert Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl. Vielmehr ist eine massive Einschränkung des Individualverkehrs innerhalb des Mittleren Rings vorgesehen. „Für unsere Betriebe und deren Mitarbeiter ist die Erreichbarkeit der Stadt aber existenziell wichtig“, betont Peteranderl.

In Phase 2 der im Rahmen der sog. „Inzell-Initiative“ entworfenen „Modellstadt 2030“, die eine der Planungsgrundlagen für den jetzt verabschiedeten Mobilitätsplan bildet, sollen der Fuß- und Radverkehr deutlich mehr Flächen erhalten. Der Kammerpräsident: „Diese Pläne gehen vor allem zulasten des Wirtschaftsverkehrs.“ Dies gilt ebenso für Pläne, Zug um Zug sämtliche Straßen innerhalb des Mittleren Rings nur noch einspurig zu führen. Ebenso lehnt die Handwerkskammer eine Bepreisung des Individualverkehrs in Form einer City-Maut ab. Peteranderl: „Eine City-Maut ist nur wirksam, wenn das Mobilitätsverhalten änderbar ist. Das ist im Handwerk nicht ohne Weiteres möglich. Unsere Betriebe müssen liefern und leisten, wenn es die Kunden wünschen und nicht, wenn es die Verkehrsplaner wollen. Eine City-Maut würde die Handwerkerleistungen daher weiter verteuern und die Nahversorgung einschränken.“

Das Ziel der Inzell-Initiative, die Mobilitäts- und Lebensqualität Münchens auch unter anhaltendem Wachstum zu steigern, ist aus Sicht der Handwerkskammer richtig. „München muss auch in zehn Jahren noch lebens- und liebenswert sein. Das geht aber nicht, wenn ohne Angebotserweiterung im Öffentlichen Verkehr durch Schikanen eine Verkehrswende auf dem Rücken des Handwerks erzwungen werden soll“, so der Kammerpräsident.

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