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Handwerkskammer zur "City-Maut"

Peteranderl: "So wird München den Titel als staureichste Stadt Deutschlands nicht los"

15. September 2020

Die Handwerkskammer lehnt die erneut diskutierte Einführung einer City-Maut strikt ab: „So wird München den Titel als staureichste Stadt Deutschlands nicht los! Eine City-Maut wirkt nur, wenn das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer änderbar ist. Das ist bei unseren Betrieben, die auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, nicht der Fall. Unsere Handwerkerinnen und Handwerker können sich nicht aussuchen, wann sie liefern und leisten wollen, sondern müssen sich nach den Wünschen der Kunden und den Vorgaben ihrer Unternehmen richten“, betont Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl. Eine City-Maut würde die Handwerkerleistungen weiter verteuern und die Nahversorgung einschränken, prognostiziert der Kammerpräsident. „Ein Umstieg auf den ohnehin schon chronisch überlasteten ÖPNV ist für unsere Betriebe und viele Berufspendler ebenfalls keine Alternative“, so Peteranderl.

Zur Reduzierung des Staus und zur Lösung der Verkehrsproblematik in der Landeshauptstadt hatte die Handwerkskammer im Frühjahr u.a. vorgeschlagen, Autoverkehr und Radfahrer soweit möglich voneinander zu trennen und den Fahrzeugverkehr auf leistungsfähigen Straßen zu bündeln. Indem der Autoverkehr auf diesen „Roten Routen“ so ungestört wie möglich fließen könne und eine kluge Ampelschaltung für weniger Staus sorge, könnten so genannte „Blaue Routen“ für Radfahrer genutzt werden und zu einer Verkehrsberuhigung in vielen Wohngebieten führen.

 Ansprechpartner

Jens Christopher Ulrich
Stabsstellenleiter, Pressesprecher

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