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Der lange Weg aus der KriseKonjunkturbericht 1. Quartal 2021

Die Gemengelage im Handwerk zum Jahresbeginn ist heterogen und kompliziert. Das vergangene Jahr hat den langewährenden Aufschwung jäh beendet. Manche Bereiche wie die Baubranche kamen gut durch die Krise, andere wie z.B. die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mussten erhebliche Einbußen hinnehmen, während vor allem die privaten Dienstleister in schiere Existenznot gerieten. Am Ende des 1. Quartals 2021 hat sich die nunmehr 3. Corona-Welle aufgebaut und es spricht vieles dafür, dass es noch einmal zu einem erheblichen Rücksetzer kommt, bevor dann hoffentlich endgültig eine nachhaltige Erholung einsetzt.



Handwerk sieht wenig Besserung bis zum Sommer

Die insgesamt sogar leicht positive nominale Umsatzentwicklung im Gesamthandwerk übertüncht auf den ersten Blick die erheblichen Ausfälle und Existenzsorgen in etlichen Branchen, die weiterhin mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Nachhaltige Besserung wird die zweite Jahreshälfte bringen, wenn dann hoffentlich niedrige Inzidenzzahlen wieder ein normales Wirtschaften ermöglichen.



Letzte Konjunkturberichte

07.08.2026: Handwerkskonjunktur wartet weiter auf Erholung Konjunkturbericht 2. Quartal 2026

Das oberbayerische Handwerk befindet sich zur Jahresmitte nach wie vor in einer schwierigen konjunkturellen Lage.Bis der Iran-Konflikt nachhaltig gelöst ist, schlagen die hohen Ölpreise stark auf das Konsumklima und die Kosten der Unternehmen durch. Kombiniert mit wieder steigenden Zinsen und der hohen Unsicherheit ist diese Entwicklung Gift für die Verbraucher- und Unternehmensstimmung. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass die Erwartungen für die kommenden Monate deutlich schwächer ausfielen als vor einem Jahr. Die Handwerkerinnen und Handwerker rechnen offenbar nicht mit einer anstehenden Verbesserung der Lage.

29.04.2026: Geopolitik bedroht den AufschwungKonjunkturbericht 1. Quartal 2026

Die Handwerker in Oberbayern zeigten sich unter dem Eindruck des Iran-Konflikts deutlich pessimistischer als im Vorjahr. Die Lageeinschätzungen gingen insgesamt um vier Punkte zurück. Noch bedenklicher ist der Blick auf die Erwartungen. Die im Handwerk saisonal übliche erwartete Belebung der Geschäftstätigkeit für die kommenden Monate fiel deutlich schwächer aus. Der Anteil an Betrieben, die eine weitere Verschlechterung ihrer Lage im 2. Quartal erwarten, stieg um sieben Punkte an.

28.01.2026: Erholung in SichtKonjunkturbericht 4. Quartal 2025

Wie erwartet brachte das letzte Quartal 2025 noch keine nachhaltige Entlastung der Handwerkskonjunktur. Die aktuellen Lageeinschätzungen verbesserten sich leicht um einen Punkt auf 81 Prozent Gut- oder Befriedigend-Urteile

26.10.2025: Zwischen Stagnation und AufbruchKonjunkturbericht 3. Quartal 2025

Insgesamt bleiben die Handwerker stoisch. 85 Prozent der in der Konjunkturumfrage befragten Betriebe schätzten die eigene Lage als gut oder befriedigend ein. Vor allem im Bauhauptgewerbe fielen sowohl die aktuellen Lagebeurteilungen als auch die Erwartungen für das kommende Quartal deutlich besser aus als im Vorjahr.
 
 



Tobias Steigenberger

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik

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