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Corona, Krieg und InflationKonjunkturbericht 1. Quartal 2022

Der Krieg in der Ukraine hat jegliche Hoffnung auf schnelle Normalisierung des wirtschaftlichen Lebens nach zwei Corona-Jahren zunichtegemacht. Von den direkten Sanktionen gegen die russische Föderation ist das Handwerk zwar nur wenig betroffen, der Gegenwind zur erhofften Erholung nach Corona nimmt jedoch spürbar zu. Im besonderen Fokus stand dabei die Versorgung mit Energie einerseits und die sprunghaft angestiegenen Verbraucher- und Erzeugerpreise andererseits. Die explodierenden Kosten für Rohstoffe, Vorprodukte und Energie dominierten auch zunehmend die betrieblichen Abläufe. Der Beginn des Ukraine-Krieges Ende Februar ließ Unsicherheit wieder sprunghaft ansteigen und beschleunigte die nach oben gerichtete Entwicklung der Erzeuger- und Verbraucherpreise weiter.



Erwartungen geben düsteren Ausblick

Die Aussichten für das 2. Quartal sind unklar. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichtes sind die Corona-Beschränkungen bereits nahezu vollständig gefallen. Dies lässt auf kräftigte Nachholeffekte hoffen und dürfte einen deutlichen Schub vor allem für den privaten Konsum bedeuten. Der Krieg und die daraus resultierende Unsicherheit in Kombination mit der hohen Inflation und Materialproblemen sorgen aber für eine äußerst fragile Situation. Weitere Eskalationen, Probleme bei der Sicherheit der Energieversorgung oder auch weitere Corona-Ausbrüche in China könnten durch Störung der Lieferketten die grundsätzliche Erholungsdynamik sogar zum Erliegen bringen.



Letzte Konjunkturberichte

29.04.2026: Geopolitik bedroht den AufschwungKonjunkturbericht 1. Quartal 2026

Die Handwerker in Oberbayern zeigten sich unter dem Eindruck des Iran-Konflikts deutlich pessimistischer als im Vorjahr. Die Lageeinschätzungen gingen insgesamt um vier Punkte zurück. Noch bedenklicher ist der Blick auf die Erwartungen. Die im Handwerk saisonal übliche erwartete Belebung der Geschäftstätigkeit für die kommenden Monate fiel deutlich schwächer aus. Der Anteil an Betrieben, die eine weitere Verschlechterung ihrer Lage im 2. Quartal erwarten, stieg um sieben Punkte an.

28.01.2026: Erholung in SichtKonjunkturbericht 4. Quartal 2025

Wie erwartet brachte das letzte Quartal 2025 noch keine nachhaltige Entlastung der Handwerkskonjunktur. Die aktuellen Lageeinschätzungen verbesserten sich leicht um einen Punkt auf 81 Prozent Gut- oder Befriedigend-Urteile

26.10.2025: Zwischen Stagnation und AufbruchKonjunkturbericht 3. Quartal 2025

Insgesamt bleiben die Handwerker stoisch. 85 Prozent der in der Konjunkturumfrage befragten Betriebe schätzten die eigene Lage als gut oder befriedigend ein. Vor allem im Bauhauptgewerbe fielen sowohl die aktuellen Lagebeurteilungen als auch die Erwartungen für das kommende Quartal deutlich besser aus als im Vorjahr.

28.05.2025: Handwerk verharrt noch in schwieriger LageKonjunkturbericht 2. Quartal 2025

Wir gehen davon aus, dass die gebeutelte Handwerkskonjunktur nach vier Jahren realer Umsatzverluste ihre Talsohle im Sommer 2025 nun erreicht hat. Dies bedeutet eine nach wie vor schwierige Lage, aber auch die Hoffnung auf eine langsame Rückkehr auf einen Wachstumspfad.