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Energiesicherheit wird zur entscheidenden FrageKonjunkturbericht 2. Quartal 2022

Ende Juni bewerteten 48 Prozent der befragten Inhaber ihre aktuelle Lage als gut und weitere 40 Prozent als befriedigend. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Minus von acht bzw. ein Plus von zehn Punkten. Konjunkturelle Nachholeffekte nach der Pandemie und eine grundsätzlich intakte Auftragslage sorgten für robuste Stimmung im Handwerk. Die verbrauchernahen Gewerke profitierten von der Aufhebung der Corona-Maßnahmen, obgleich die hohe Teuerungsrate der Kauflust der Verbraucher sogleich wieder einen Dämpfer versetzte. Die Entwicklung der Baubranche hat nach langen Jahren als Wachstumslokomotive des Handwerks inzwischen deutlich an Fahrt verloren.



Preise und Energie dominieren den weiteren Jahresverlauf


Die entscheidende Frage für den weiteren Jahresverlauf wird die der Energieversorgung sein. Sollte die russische Föderation die Gaslieferungen nach Deutschland einstellen, werden wohl Rationierungen notwendig. Dies würde unserer Wirtschaft zumindest kurzfristig einen herben Dämpfer versetzen. Weitere Risikofaktoren sind die Entwicklung der Pandemie und die hohe Inflation, welche die Kauflust und –kraft der Verbraucher stark in Mitleidenschaft ziehen könnten. Im Falle einer gesicherten Gasversorgung und wenn sich die Materialengpässe nicht weiter verschlimmern, ist trotz aller Unsicherheit ein moderates reales Wachstum im Gesamtjahr durchaus möglich. Die Abwärtsrisiken sind jedoch zahlreich, in ihrer Wirkung sehr erheblich und deutlich größer als unerwartet positive Entwicklungen.



Letzte Konjunkturberichte

29.04.2026: Geopolitik bedroht den AufschwungKonjunkturbericht 1. Quartal 2026

Die Handwerker in Oberbayern zeigten sich unter dem Eindruck des Iran-Konflikts deutlich pessimistischer als im Vorjahr. Die Lageeinschätzungen gingen insgesamt um vier Punkte zurück. Noch bedenklicher ist der Blick auf die Erwartungen. Die im Handwerk saisonal übliche erwartete Belebung der Geschäftstätigkeit für die kommenden Monate fiel deutlich schwächer aus. Der Anteil an Betrieben, die eine weitere Verschlechterung ihrer Lage im 2. Quartal erwarten, stieg um sieben Punkte an.

28.01.2026: Erholung in SichtKonjunkturbericht 4. Quartal 2025

Wie erwartet brachte das letzte Quartal 2025 noch keine nachhaltige Entlastung der Handwerkskonjunktur. Die aktuellen Lageeinschätzungen verbesserten sich leicht um einen Punkt auf 81 Prozent Gut- oder Befriedigend-Urteile

26.10.2025: Zwischen Stagnation und AufbruchKonjunkturbericht 3. Quartal 2025

Insgesamt bleiben die Handwerker stoisch. 85 Prozent der in der Konjunkturumfrage befragten Betriebe schätzten die eigene Lage als gut oder befriedigend ein. Vor allem im Bauhauptgewerbe fielen sowohl die aktuellen Lagebeurteilungen als auch die Erwartungen für das kommende Quartal deutlich besser aus als im Vorjahr.

28.05.2025: Handwerk verharrt noch in schwieriger LageKonjunkturbericht 2. Quartal 2025

Wir gehen davon aus, dass die gebeutelte Handwerkskonjunktur nach vier Jahren realer Umsatzverluste ihre Talsohle im Sommer 2025 nun erreicht hat. Dies bedeutet eine nach wie vor schwierige Lage, aber auch die Hoffnung auf eine langsame Rückkehr auf einen Wachstumspfad.