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Kritik an Münchner Verkehrsplanung

Handwerk und Handel fordern ein schlüssiges Gesamtkonzept

4. Juni 2019

Handwerk und Handel in der Landeshauptstadt kritisieren den Stadtratsbeschluss, in der Fraunhoferstraße alle Parkplätze zu streichen. Anstelle der über 100 Parkmöglichkeiten sollen zwei Radwege entstehen. „Die Stadt betreibt hier eine Salamitaktik. Anstatt ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen, wird ein Flickwerk an Maßnahmen durchgeführt, ohne an der Gesamtsituation etwas zu verbessern. Den Handwerksbetrieben wird durch die Abschottung der Innenstadt die Existenzgrundlage entzogen. Sie brauchen die Parkplätze, um Lieferungen anzunehmen und von ihren Kunden erreicht werden zu können. Bei der Maßnahme in der Fraunhoferstraße handelt es sich um einen ähnlichen Schnellschuss wie bei der Fahrspurhalbierung auf der Ludwigsbrücke“, betont Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern, erklärt: „Der motorisierte Individualverkehr aus dem gesamten Stadtgebiet und der Region ist ein wichtiger und unverzichtbarer Umsatzfaktor für den innerstädtischen Einzelhandel, d.h. nicht nur in der Altstadt selbst, sondern vor allem auch an stark frequentierten Einzelhandelsstandorten wie der Fraunhofer Straße. Die geplante Verkehrsberuhigung in der Altstadt darf nicht auf diese und weitere Erschließungsstraßen in Richtung Altstadt ausgeweitet werden. Der Wegfall von über 100 Stellplätzen gefährdet die Existenz von Einzelhandelsbetrieben in einer noch funktionierenden Einkaufsstraße der Innenstadt. Letztlich führt dies zur Verunsicherung der Verbraucher und Kunden, die schließlich die Innenstadt meiden und auf den virtuellen Standort Internet ausweichen. Vorrangig muss die Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer sichergestellt und mittels eines ausgewogenen verkehrspolitischen Konzepts mit allen Kammern und Verbänden diskutiert werden.“

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