BHT Symposium "Steuer" mit ifo-Instiut
Handwerkskammer für München und Oberbayern

Steuer-Symposium mit dem ifo Institut

Peteranderl: "Abgaben sind seit 2010 kontinuierlich gestiegen"

6. März 2018

Das Thema Steuer- und Abgabenbelastung rangiert für Bayerns Handwerksbetriebe stets auf den vorderen Plätzen, wenn sie nach den größten Sorgen im betrieblichen Alltag gefragt werden. Zuletzt wurde "Steuer" mit 50 Prozent nur noch von der "Bürokratielast" mit 73 Prozent getoppt. "Neben der Steuerlast macht unseren Handwerksunternehmern vor allem die Komplexität des Steuersystems und die damit verbundene Bürokratie zu schaffen. Diese ist für kleine und mittlere Unternehmen kaum mehr zu bewältigen", betonte Franz Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT) beim gemeinsam mit dem ifo Institut durchgeführten Steuer-Symposium in München. Peteranderl forderte eine besondere Rücksichtnahme des Staates gegenüber "unseren Betrieben, die brav im Inland ihre Steuern zahlen, anstatt internationale Steuerschlupflöcher zu nutzen und komplizierte Steuervermeidungsstrategien zu entwickeln." Der BHT-Präsident wies darauf hin, dass es seit der Unternehmenssteuerreform 2008 in Deutschland keine nennenswerte Steuerreform mehr gab: "Entlastungen erfolgten so gut wie keine und wenn, war die Dosis höchstens homöopathisch. In der Folge ist die Abgabenquote seit 2010 kontinuierlich angestiegen."

Aus Sicht des Handwerks wären folgende Korrekturen in der deutschen Steuerpolitik überfällig: Die kalte Progression bei der Einkommensteuer muss dauerhaft entschärft werden. Ebenso muss der sogenannte Mittelstandsbauch begradigt werden. Der Solidaritätszuschlag sollte nach dem Auslaufen des Solidarpakts 2019 vollständig abgeschafft werden. Zur Stärkung der Investitionskraft von Personenunternehmen müssen die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrages verbessert und die Thesaurierungsrücklage praxisgerechter ausgestaltet werden.

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Audiobeitrag zur neuen Bundesregierung Steuern:

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