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Fachkräfte sind die Basis für die Leistungen des Handwerks

19. Mai 2022 - Statement von Präsident Peteranderl

„Unsere Gesellschaft wie unser Handwerk stehen einer Reihe ernster Probleme gegenüber. Eines ist dabei klar: Bewältigen werden wir die anstehenden Herausforderungen nur mit einer soliden Basis an hervorragend qualifizierten Fachkräften“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl. 

Fachkräftenachwuchs fehlt

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Akademie für politische Bildung in Tutzing mit dem Titel „Wandel der Gesellschaft – Wandel der Arbeit“ wurden die Entwicklungen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt und ihre Auswirkungen auf das Handwerk diskutiert. Dabei wurde betont, dass es für unseren Wirtschaftsbereich immer schwerer wird, ausreichend Fach- und Nachwuchskräfte zu gewinnen. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Denn durch das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge wird das Arbeitskräfteangebot deutlich sinken.

Fachkräfte unverzichtbar

Gerade jetzt werden aber in vielen Bereichen des Handwerks zusätzliche Fachkräfte gebraucht. Die Anstrengungen zum Klimaschutz, die Veränderungen bei Mobilität und Wohnen und die rasant voranschreitende Digitalisierung sind ohne die Leistungen des Handwerks nicht zu bewältigen.

So hängt gerade der Erfolg der Energiewende maßgeblich davon ab, dass genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, um die notwendigen Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien oder zur energetischen Sanierung der Gebäude auszuführen. Nicht zuletzt durch den Trend zur Akademisierung werden aber genau die ausgebildeten Fachkräfte immer rarer, die diese Aufgaben erfüllen können.

Unterstützung für die berufliche Bildung

Es ist daher nur folgerichtig, dass wir die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und die daraus entstehenden Konsequenzen für die berufliche Bildung genau beobachten und alles daransetzen, diese in die richtigen Bahnen zu lenken. Dazu müssen Betriebe, Handwerksorganisationen, Schulen, Politik und Öffentlichkeit an einem Strang ziehen und der beruflichen Bildung die Aufmerksamkeit und die Wertschätzung zukommen lassen, die ihr zustehen.

Von umfassender Berufsorientierung in allen Schulen über gezielte Förderung der beruflichen Bildung bis zu echter Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung – die berufliche Bildung muss mit ins das Zentrum der Bildungspolitik rücken, um jungen Menschen den Berufsweg in das Handwerk zu ebnen.



 

Robert Fleschütz
Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik und Statistik

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