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Heiko Kubenka

Handwerk begrüßt Konjunkturpaket

Kurzfristig wirksame Entlastungen und Zukunftsimpulse

10. Juni 2020 - Statement von Präsident Peteranderl

„Das Konjunkturpaket der Bundesregierung hat das Zeug, der deutschen Wirtschaft den dringend benötigten Kickstart nach dem Corona-Shutdown zu geben. Es verknüpft kurzfristig wirksame Entlastungen für die Unternehmen, Nachfrage fördernde Maßnahmen und nachhaltig wirkende Zukunftsimpulse. Viele Anregungen aus dem Handwerk wurden aufgegriffen“, betont Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Ein richtiger Ansatz ist aus Sicht des Handwerks der kommunale Solidarpakt, mit dem Ausfälle bei der Gewerbesteuer für Städte und Gemeinden kompensiert werden sollen. Er stellt sicher, dass die Kommunen handlungsfähig bleiben und ihre wichtige Funktion als öffentliche Auftraggeber voll erfüllen können. Auch die Überbrückungshilfen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen Corona-bedingte Umsatzausfälle ausgleichen können, werden vom bayerischen Handwerk begrüßt. In die richtige Richtung gehen ebenfalls die Pläne zum Ausbau der energetischen Gebäudesanierung.

Etwas mehr wäre bei den Maßnahmen im Steuerbereich möglich gewesen, hier insbesondere die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Aber die Senkung der Mehrwertsteuer bis zum Jahresende ist geeignet, die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zu erhöhen. Auch mit der Verbesserung der steuerlichen Verlustverrechnung und der Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter greift die Bundesregierung Forderungen des Handwerks auf, ebenso mit der Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge unter 40 Prozent sowie der Absenkung der EEG-Umlage.

Besonderes Lob gibt es von Handwerkspräsident Peteranderl für den Plan, Betriebe, die trotz der Corona-Krise ihr Ausbildungsangebot erhalten oder sogar ausbauen, finanziell zu unterstützen: „Damit zeigt der Bund deutlich seine Wertschätzung für die ausbildenden Betriebe und wie wichtig die berufliche Bildung für die Versorgung der Wirtschaft mit gut ausgebildeten Fachkräften ist.“

Abschließend gibt Peteranderl aber zu bedenken: „Viele Maßnahmen sind zeitlich befristet, zum Beispiel die Senkung der Mehrwertsteuer auf das zweite Halbjahr 2020, die Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge auf das Jahr 2021, und die Absenkung der EEG-Umlage auf die Jahre 2021 und 2022. Eine Überlastung kleiner und mittlerer Unternehmen in den Folgejahren muss unbedingt verhindert werden!“

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Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik, Stabsstellenleiter Grundsatzfragen der Europapolitik, Sonderprojekte

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Im Titelbild gezeigter Ausbildungsberuf

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik