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Christian Müller - Fotolia

Kammer kritisiert Fahrspur-Halbierung auf der Ludwigsbrücke

Peteranderl: "So gelingt die Verkehrswende nicht"

11. April 2019

Die Handwerkskammer kritisiert den gestrigen Münchner Stadtratsbeschluss, die Zahl der Fahrspuren auf der Ludwigsbrücke nach erfolgter Sanierung von vier auf zwei zu halbieren. „Wenn es die Landeshauptstadt mit ihrer Verkehrswende ernst meint, braucht es ein schlüssiges Gesamtkonzept. Die Brücken sind für Handwerksunternehmen aus München und dem Umland wichtige Stellen zur Isarquerung“, betont Präsident Franz Xaver Peteranderl. Die Handwerkskammer teilt die Bedenken von Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk, die eine erhebliche Verschlechterung der Verkehrssituation befürchtet. Peteranderl: „Eine Verkehrswende braucht nicht nur Verbote, sondern auch Angebote. Die Fahrspuren auf der Ludwigsbrücke zu halbieren bedeutet, einen Flaschenhals noch enger zu machen. Die Verlagerung des Verkehrs hin zur Cornelius- und Maximiliansbrücke mit mehr Abgasen und Lärm wird die Folge sein.“

Die Handwerkskammer befürchtet, dass die Verkehrswende in München auf dem Rücken der Wirtschaft ausgetragen wird. „Die Mobilität für das Handwerk und seine Mitarbeiter muss gesichert sein! Überlegungen, den Verkehr in der Landeshauptstadt über Push-and-Pull-Szenarien zu begrenzen, ist ein Griff in die planerische Mottenkiste und geht ganz klar auf Kosten unserer Betriebe. Diese müssen täglich liefern und leisten können und für ihre Kunden erreichbar sein“, fordert der Präsident. Aus Sicht der Handwerkskammer kann die Verkehrswende am besten gelingen, indem der ÖPNV ausgebaut und der individuelle Kfz-Verkehr reduziert wird. Laut einer Umfrage der Kammer würden es 64 Prozent der Befragten begrüßen, wenn Anliegerparkplätze u.a. in Parkflächen für Handwerker, soziale Dienste, Car-Sharing-Fahrzeuge sowie neue Radwege umgewandelt würden.

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