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Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks

Seit 1951 treten junge Handwerkerinnen und Handwerker jedes Jahr im ganzen Bundesgebiet an, um die beste Gesellin oder den besten Gesellen in rund 120 Wettbewerbsberufen zu ermitteln. Der Wettbewerb hieß bis 2008 „Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend“, daher auch die gängige Bezeichnung „PLW“. Seit der Umbenennung heißt der Wettbewerb „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks“.

Das oberbayerische Handwerk ist traditionell sehr erfolgreich im Leistungswettbewerb und stellt regelmäßig einen überproportional hohen Anteil an den besten Gesellinnen und Gesellen auf Bundesebene.





Der Leistungswettbewerb 2017

„Das oberbayerische Handwerk hatte großes Glück, dass sich 81 junge Frauen und Männer vor rund drei Jahren für eine Lehre in unserem Wirtschaftsbereich entschieden haben. Wir freuen uns, Sie heute bei der Siegerehrung auf Kammerebene im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks als beste Absolventinnen und Absolventen in ihrem Beruf in Oberbayern zu feiern“, gratulierte Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl den Kammersiegerinnen und -siegern.

Hier geht es zur Pressemitteilung .



Siegerlisten



Wie läuft der Wettbewerb ab?

Der Wettbewerb findet jedes Jahr nach den Gesellen- und Abschlussprüfungen im Sommer statt. Er ist gestaffelt in drei Ebenen:

Kammerebene

Zunächst werden auf Kammerebene die besten Gesellinnen und Gesellen in Oberbayern ermittelt. Die jeweiligen Kammersiegerinnen und Kammersieger in den Wettbewerbsberufen sind dann zur Teilnahme auf der nächsten Ebene berechtigt: dem Landeswettbewerb.

Landesebene

Auf der Landesebene messen sich alle bayerischen Kammersiegerinnen und Kammersieger des jeweiligen Wettbewerbsberufes, um die beste Gesellin oder den besten Gesellen Bayerns zu ermitteln.

Bundesebene

Die Landessiegerinnen und Landessieger aus allen 16 Bundesländern nehmen am Bundeswettbewerb teil und stellen sich ihrer Konkurrenz aus ganz Deutschland. Wer sich auch hier durchsetzt, wird am Ende zur Bundessiegerin oder zum Bundessieger gekürt.

 Ansprechpartner

Julia Solcher
Teamassistenz

Telefon 089 5119-203
Fax 089 5119-323
julia.solcher--at--hwk-muenchen.de

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Wie werden die Besten ermittelt?

Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Ebenen ermittelt werden können:

  • durch den Vergleich der Prüfungsergebnisse der Abschluss- und Gesellenprüfung,
  • durch eine praktische Arbeitsprobe oder
  • durch die Bewertungen des Gesellenstückes.

 Das jeweils angewandte Verfahren hängt vom Wettbewerbsberuf ab.





Wer ist teilnahmeberechtigt?

Zur Teilnahme berechtigt sind Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die

  • ihre Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt haben und
  • zum Zeitpunkt der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung nicht älter als 27 Jahre sind, also das 28. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und
  • im Gesamtergebnis der Gesellenprüfung die Note „gut“ (81 Punkte) erreicht haben, sofern nicht praktische und theoretische Prüfungsbereiche getrennt ausgewiesen werden. In diesem Fall muss das Ergebnis mindestens „gut“ (81 Punkte) im praktischen und „befriedigend“ (67 Punkte) im theoretischen Prüfungsbereich sein.


Darum lohnt sich die Teilnahme

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können einer breiten Öffentlichkeit ihr Leistungsvermögen im erlernten Beruf präsentieren. Neben Ruhm und Ehre, Festveranstaltungen und Geschenken, winkt ab einem Podiumsplatz auf Landesebene die Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Das Programm stellt bis zu 6.000 Euro für die berufliche Weiterbildung zur Verfügung – damit lässt sich einiges anstellen.

Ausbildungsbetriebe können stolz auf die erfolgreiche Teilnahme ehemaliger Lehrlinge sein. Der Erfolg lässt sich ideal nutzen, um in der Öffentlichkeit für Ausbildungsqualität des eigenen Unternehmens zu werben. Dies hilft, auch weiterhin leistungsstarke Nachwuchskräfte zu finden.





Die Gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten

Seit 1989 gibt es parallel zum Leistungswettbewerb auch den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form im Handwerk –  Handwerker gestalten“ . Mit diesem Wettbewerb sollen Ästhetik und Kreativität in der Ausbildung stärker akzentuiert werden und zudem eine breitere Öffentlichkeit auf die Bedeutung individueller Formgebung und Gestaltung im Handwerk aufmerksam gemacht werden.

Der Leistungswettbewerb und der Wettbewerb „Die Gute Form“ werden auf der Grundlage von bundesweit geltenden Richtlinien des Zentralverbands des Deutschen Handwerks durchgeführt.



Frühere Wettbewerbsjahre

Die folgenden Listen geben einen Überblick über zurückliegende Wettbewerbsjahre.