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Studie zur Digitalisierung im Handwerk

IT-Einsatz für mehr Effizienz entlang der Prozesskette

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München wurde im Rahmen des Projekts ExCELL eine Studie zum Stand der Digitalisierung im Handwerk durchgeführt.

Entlang der typischen Prozesskette bestehend aus Auftragserlangung, Auftragsvorbereitung, Auftragserbringung und Auftragsnachbearbeitung konnte der Stand der Digitalisierung in deutschlandweit 407 Betrieben ermittelt werden.



Studie zur Digitalisierung im Handwerk



Aus der Studie ergeben sich verschiedene Herausforderungen und Handlungsoptionen, die sich je nach Gewerk stark unterscheiden. Zusammenfassend wurden folgende Empfehlungen für Handwerksbetriebe herausgearbeitet.

Für Fragen zur Studie oder zur Digitalisierung Ihres Betriebes stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.



Empfehlung für die Auftragserlangung:


  1. Auch kleinere Handwerksbetriebe sollten die Nutzung weiterer digitaler Marketingkanäle außer der eigenen Homepage in Betracht ziehen. So ist es beispielsweise relativ leicht einen Google Maps Eintrag zu erstellen.
  2. Handwerksbetriebe sollten die Potentiale des digitalen Marketings ausschöpfen. Eine Suchmaschinenoptimierung der eigenen Homepage ist schon mittels einfacher Guidelines möglich.
  3. Die eigene Homepage sollte als mobil-optimierte Webseite umgesetzt sein. Smartphones werden inzwischen häufiger für das Surfen im Internet verwendet als Laptops oder stationärer PCs3.
  4. Handwerksbetriebe sollten darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, Social Media verstärkt einzusetzen. Studien haben gezeigt, dass handwerksnahe Start-Ups erfolgreicher sind, wenn sie verstärkt Social Media einsetzen.


Empfehlung für die Auftragsvorbereitung:


  1. Handwerksbetriebe sollten verstärkt die Möglichkeit des Austausches mit Kunden über Online-Messenger anbie-ten. In Deutschland nutzen bereits 69% der Bevölkerung solche Dienste.
  2. Viele Handwerksbetriebe nutzen Standardtools zur Terminplanung. Diese haben aber oft keine Schnittstellen, um weitere digitale Lösungen anzubinden. Handwerksbetriebe sollen daher Terminplanungstools mit offenen Schnittstellen einsetzen.


Empfehlung für die Auftragserbringung:


  1. Handwerksbetriebe sollten verstärkt digitale Kanäle zur Kommunikation mit den Kunden nutzen. Zum Beispiel kann ein Online-Messenger wie WhatsApp dabei helfen, kurzfristige Terminabweichungen zu kommunizieren.
  2. Durch die Nutzung von Navigationslösungen, die die aktuelle Verkehrslage berücksichtigen, kann vor allem in Städten unnötiger Zeitverlust durch Staus reduziert wer-den. Google Maps auf dem Smartphone und viele der Navigationssysteme fürs Auto bieten mittlerweile diese Funktionalität.
  3. Mobile Applikationen bieten großes Potential, um den Status von Aufträgen, Materialverbrauch oder Arbeitszeit zu erfassen sowie eine dokumentierte Kommunikation zwischen Büro und Mitarbeitern zu ermöglichen. Handwerksbetriebe sollten solche Applikationen testen, um für die eigene Situation geeignete Lösungen zu identifizieren.


Empfehlung für die Auftragsnachbearbeitung:


  1. Handwerksbetriebe sollten integrierte Softwarelösungen nutzen, die die Rechnungsstellung automatisiert im Rahmen der Auftragsabwicklung übernehmen. Eine Markt-übersicht über Software für unterschiedliche Gewerbe und Einsatzzwecke findet sich in der Zeitschrift Computern im Handwerk und online.
  2. Der Versand von Rechnungen sollte optional in elektronischer Form möglich sein, idealerweise mit der Möglichkeit für den Kunden die Rechnung gleich online zu begleichen (z.B. mit PayPal oder SOFORT Überweisung). Durch die Möglichkeit der Bezahlung mit wenigen Klicks lässt sich auch die Zahlungsmoral der Kunden verbessern.


Studienpartner

Studienpartner: Digitalisierung im Handwerk

Ansprechpartner

Georg Räß
Technologie- und Innovationsberatung

Telefon 089 5119-268
Fax 089 5119-311
georg.raess--at--hwk-muenchen.de

Laurin Manuel Baier
Digitalisierungsberatung

Telefon 089 5119-187
Fax 089 5119-311
laurin.baier--at--hwk-muenchen.de

Werner Lamprecht
Technologie- und Innovationsberatung

Telefon 089 5119-274
Fax 089 5119-311
werner.lamprecht--at--hwk-muenchen.de

Dirk Bräu
Energieberatung

Telefon 089 5119-237
Fax 089 5119-311
dirk.braeu--at--hwk-muenchen.de

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